Autokostenindex für Europa: Neuer Schwung für die Elektromobilität

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Michael Neißendorfer
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ALD Automotive – LeasePlan hat seinen jährlichen Car Cost Index 2025 veröffentlicht (verlinkt als PDF), der die Gesamtbetriebskosten (TCO) vom Kleinwagen bis zum Oberklasse-Auto in insgesamt 28 europäischen Ländern beleuchtet. Dazu zählen Wertverlust (Abschreibung), Zinsen, Instandhaltung, Treibstoff/Strom, Steuern und Versicherung. Im Index werden alle Kosten über die ersten vier Betriebsjahre der Fahrzeuge gemittelt, dabei wird von 30.000 km Fahrleistung pro Jahr ausgegangen.

Mit Blick auf die Regulierung der CO2-Flottenemissionen (Corporate Average Fuel Economy Standards) Anfang des Jahres, die Diskussionen um ein allgemeines Aus für fossil betriebene Verbrenner und den Wegfall von Vergünstigungen in einigen Märkten, die Elektroautos gegenüber Verbrennern begünstigt haben, zeigt die diesjährige Studie, wie komplex die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit von E-Autos über die Segmente und Länder hinweg ist.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Car Cost Index 2025

Die durchschnittlichen monatlichen Kosten für das Autofahren über alle Antriebsarten hinweg variieren in Europa sehr stark – von 815 Euro in Griechenland bis zu 1252 Euro in der Schweiz. Deutschland liegt mit 967 Euro in der Mitte.

Ebenso sieht es bei den TCO für ein Elektroauto aus. In Griechenland ist auch das Fahren eines E-Autos mit 792 Euro am günstigsten und in der Schweiz mit 1152 Euro am teuersten. In Deutschland belaufen sich die monatlichen Kosten für ein Elektroauto auf 1004 Euro.

In puncto Gesamtbetriebskosten sind Elektroautos in immer mehr europäischen Ländern wettbewerbsfähiger als Verbrenner:

  • Während E-Autos der Kleinwagenklasse in vielen Ländern bereits günstiger sind als ein Verbrenner, macht Deutschland die Ausnahme. Hier liegen die TCO bei 850 Euro für ein E-Auto im Vergleich zu 726 Euro für einen Verbrenner.
  • Ähnlich sieht es in der Kompakt- und der Mittelklasse aus. Auch hier liegen in Deutschland die Kosten für einen Elektroantrieb mit etwa 120 bis 130 Euro über den konventionellen Antrieben.
  • Nur in der oberen Mittelklasse können E-Autos in allen europäischen Ländern mithalten. In Deutschland liegt das E-Auto mit 1111 Euro etwa 50 Euro unter Benziner oder Diesel.

„Die Elektrifizierung ist ein komplexes Thema und eine echte Herausforderung. Gewerbliche Flotten tragen wesentlich zum Wachstum des deutschen Pkw-Marktes bei. Alle Beteiligten benötigen wieder Planungssicherheit durch ein klares Bekenntnis zu emissionsfreiem Autofahren und zu alternativen Antrieben. Es braucht attraktive Anreize und neuen Schwung, um den Weg weiter fortzusetzen. Dazu zählen Vergünstigungen für gewerbliche, aber auch für privat betriebene E-Autos, erschwingliche und reichweitenstarke Modelle und Investitionen in eine flächendeckende Ladeinfrastruktur“, sagt Martin Kössler, Geschäftsführer von ALD Automotive – LeasePlan.

Die Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen in der Ayvens Gruppe, so der neue Markenname von ALD Automotive – LeasePlan, erreichte im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 40 Prozent der Neuzulassungen aller Personenkraftwagen in EU+ (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Norwegen, Schweiz). Das entspricht einem Anstieg von 6 Prozentpunkten gegenüber 2023.

Quelle: Leaseplan – Pressemitteilung vom 10.04.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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