ChargePoint: Ladeinfrastruktur wächst derzeit zu langsam

ChargePoint: Ladeinfrastruktur wächst derzeit zu langsam
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Daniel Krenzer
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ChargePoint, ein weltweit agierender und einer der größten Anbieter von Ladelösungen für Elektroautos, hat Daten aus mehr als 100 Millionen Ladevorgängen veröffentlicht, die das Unternehmen im vergangenen Jahr ermöglicht hat. In einer Pressemitteilung stellt das Unternehmen dazu fest: Die Daten lassen in Verbindung mit den kürzlich veröffentlichten EV-Verkaufszahlen für 2025 darauf schließen, dass die Ladeinfrastruktur nicht mit der Nachfrage der Fahrer Schritt halten kann.

Die Daten von ChargePoint zeigen demnach ein „bemerkenswertes Wachstum“ sowohl bei der Erweiterung der Ladeanschlüsse als auch bei der Nutzung des ChargePoint-Netzwerks und belegen, dass die Zahl der Elektroautos auf den Straßen schneller wächst als die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur.

„ChargePoint ist davon überzeugt, dass wir in die nächste Phase der Einführung von Elektroautos eingetreten sind. Fast 60 Prozent der 19,3 Milliarden elektrischen Meilen, die wir in fast 18 Jahren ermöglicht haben, wurden in den vergangenen zwei Jahren zurückgelegt“, sagte Rick Wilmer, Chief Executive Officer bei ChargePoint. Zudem führte er aus: „Der Verkauf neuer Elektroautos ist nicht mehr der wichtigste Maßstab für die Nachfrage nach Ladegeräten, sondern die Gesamtzahl der Elektrofahrzeuge auf den Straßen. Diejenigen, die 2026 Ladegeräte installieren, sollten aufgrund dieses Nutzungsdrucks einen beschleunigten Return of Invest erzielen.“

Daten aus der Automobilindustrie zeigen, dass die weltweiten Elektroauto-Verkäufe im Jahr 2025 um 20 Prozent gestiegen sind, wobei die Verkäufe in Europa um 33 Prozent zugenommen haben und die USA das zweitbeste Jahr aller Zeiten für EV-Verkäufe verzeichneten, heißt es weiter. ChargePoint ermögliche mehr Fahrern denn je die Nutzung von E-Autos, wobei jeden Monat mehr als eine Million Fahrer ChargePoint nutzen. Bemerkenswert sei, dass Fahrzeuge, die in der ChargePoint-App als Plug-in-Hybride (PHEVs) identifiziert werden, 16 Prozent aller kommerziellen Wechselstrom-Ladevorgänge (AC) ausmachen, die von der ChargePoint-Plattform verwaltet werden.

Engpass könnte sich dieses Jahr verschärfen

Unabhängig davon, ob die Ladeanfrage nach Volumen oder Auslastung bewertet wird, zeigten die Daten, dass die Ladevorgänge die Installation neuer Ladegeräte übertreffen. Im Jahr 2025 stieg das Volumen der Ladevorgänge demzufolge um 34 Prozent, obwohl die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen nur geringfügig zunahm. Selbst mit 190.000 zusätzlichen Ladeanschlüssen, die den Fahrern im ChargePoint-Netzwerk zur Verfügung stehen, übertraf die Ladegerätenutzung das Wachstum neuer Anschlüsse immer noch um fast 20 Prozent. Dieser Engpass könnte sich 2026 noch verschärfen, wenn die Rate der Ladegerätinstallationen nicht steigt, ist man seitens des Unternehmens überzeugt. Regional heruntergebrochen wird diese globale Aussage in der Mitteilung jedoch nicht.

„Die zunehmende Elektrifizierung bringt erhebliche Vorteile für die Umwelt mit sich“, schreibt das Unternehmen. ChargePoint schätzt, dass seit 2007 durch sein Angebot der Verbrauch von 714 Millionen Gallonen (2,7 Milliarden Liter) Benzin eingespart werden konnte. Dabei haben Autofahrer nach Schätzungen des Unternehmens mehr als 2 Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro) an Benzinkosten und mehr als 4,5 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart. Inzwischen bietet ChargePoint Elektroauto-Fahrern weltweit Zugang zu mehr als 900.000 Roaming-Anschlüssen zusätzlich zu den rund 375.000 öffentlichen und privaten Anschlüssen, die ChargePoint direkt verwaltet.

Quelle: ChargePoint – Pressemitteilung vom 11. Februar 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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