BYD plant eigenes Schnellladenetz in Europa

BYD plant eigenes Schnellladenetz in Europa
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Valdis Skudre / Shutterstock / 2624745325 (Symbolbild)

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

BYD drückt weiter auf die Tube: Der chinesische Elektroautohersteller möchte in Europa nicht nur zunehmend Elektroautos verkaufen, sondern auch ein eigenes ultraschnelles Ladenetzwerk aufbauen. Das berichtet die Belga News Agency aus Belgien unter Berufung auf Aussagen der stellvertretenden Geschäftsführerin Stella Li bei einem Pressegespräch in Brüssel.

Die extrem schnellen Ladestationen von BYD funktionieren mit einem 1000-Volt-System und sind in der Lage, entsprechende Elektroautos mit bis zu 1000 kW Ladeleistung in nur fünf Minuten mit frischen 470 Kilometern nach chinesischer Messweise nachzuladen. BYD verkauft in China bereits erste E-Autos, die mit enormen Ladeleistungen umgehen können. Das Laden soll damit vergleichbar lange dauern wie Benzin oder Diesel zu tanken. „Dies wird eine bahnbrechende Neuerung sein, die das Vertrauen der Verbraucher in das elektrische Fahren stärken wird“, wird Li zitiert. Das neue Netz in Europa soll in den kommenden zwölf Monaten entstehen.

BYD bereitet deutliches Wachstum vor

Noch in diesem Jahr soll zudem das erste europäische E-Auto-Werk von BYD den Betrieb aufnehmen, und zwar in Ungarn. Auf dort hergestellte Elektroautos fallen keine EU-Strafzölle mehr an. Mit dem Ladenetzwerk will der Hersteller offenbar einen weiteren Grundstein legen, um sich auf den europäischen Markt zu etablieren. In vielen europäischen Ländern sind Elektroautos von BYD schon deutlich häufiger auf den Straßen anzutreffen als in Deutschland, doch auch hier stiegen die Zulassungszahlen zuletzt massiv. Allerdings hat dies offenbar auch mit einem hohen Anteil an Eigenzulassungen zu tun.

Mit einem entsprechenden Netzwerk an extrem schnellen Ladestationen in passendem Abstand könnte BYD als erstes in Europa die Möglichkeit schaffen, im gleichen Tempo wie mit einem Verbrenner auch ständig extrem weite Strecken zurücklegen zu können. Das macht zwar kaum jemand, doch für viele ist dies noch ein schlagender Argumentationsgrund gegen die Elektromobilität. Ob die Ladestationen dann entsprechend groß genug sind, dass die bei der Argumentation oft genannten tonnenschweren Anhänger ebenfalls Platz finden können, ist bislang aber nicht überliefert.

Quelle: Belga News Agency – BYD to build network of ultra-fast charging stations in Europe

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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