BYD baut seine Batterieproduktion in Brasilien aus und treibt seine lokale Fertigung weiter voran. Um die staatlichen Anforderungen zu erfüllen und die Steuerlast zu verringern, baut BYD die lokalen Anteile in seinem Werk im Bundesstaat Bahia aus. Dort wurde im vergangenen Jahr die Produktion aufgenommen. Zusätzlich dazu investiert BYD in den Ausbau einer Produktionslinie für Busbatterien. Der Hersteller gehört bereits zu den fünf führenden Marken des Landes und strebt an, bis 2030 die meistverkaufte Automarke in Brasilien zu werden.
Bis Anfang 2027 will BYD dazu einen inländischen Anteil von 50 Prozent bei den in Brasilien hergestellten Fahrzeugen erreichen, sagt Alexandre Baldy, Senior Vice President von BYD Brasilien. „Wir setzen auf Lokalisierung, damit wir wirklich zu einem brasilianischen Hersteller werden können. Die Batterie ist ein weiterer wichtiger Bestandteil“, so Baldy.
Neue Horizonte in Brasilien
Bereits seit einigen Jahren zeichnet sich ab, welche Bedeutung BYD dem brasilianischen Markt zuschreibt. Mit einer regelrechten Flut an Importen bietet der chinesische Hersteller seine günstigen Elektroautos auf dem sich entwickelnden, südamerikanischen Markt an. BYD ist nicht nur Autohersteller, sondern auch der zweitgrößte Batterieproduzent weltweit nach dem ebenfalls chinesischen Unternehmen CATL.
Nun bereitet der Elektroautohersteller aus China Investitionen von umgerechnet rund 88 Millionen Euro vor, die in eine neue Produktionslinie für Batteriespeichersysteme fließen sollen. Diese sollen das nationale Stromnetz Brasiliens unterstützen und gelten als Schlüssel zur Lösung einer Krise bei den Solar- und Windenergieerzeugern in Brasilien. Sie erlitten schwere Verluste und mussten ihre Investitionen zurückfahren, da das nationale Stromnetz ihre Leistung zu Spitzenzeiten nicht aufnehmen konnte. Dann wiederum musste ein Teil der Stromerzeugung gedrosselt werden. BYD werde, so Baldy, neue Horizonte für ein neues Batteriesegment eröffnen.
Unklar ist derzeit noch, ob für die Batteriespeichersysteme eine Produktionslinie im Werk Manaus ausgebaut wird oder ob an einem anderen Standort eine neue Anlage errichtet wird. Manaus konzentriert sich derzeit auf Busbatterien.
Was den Abbau von Rohstoffen angeht, die für die Batterieproduktion notwendig sind, hat der chinesische Automobilhersteller bereits 2023 in Schürfrechte in einem lithiumreichen Gebiet Brasiliens investiert. Da die Preise für Lithium jedoch derzeit niedrig sind, habe BYD vorerst keine Pläne, diese Gebiete zu erschließen. „Das ist weder Teil unserer Pläne noch Gegenstand interner Diskussionen“, sagte Baldy. Man konzentriere sich stattdessen darauf, das PKW-Werk zu konsolidieren und in den Ausbau von Produktionskapazitäten für Elektrobusse zu investieren.
Quelle: MSN – China’s BYD ramps up battery production in Brazil









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