Brandgefahr: Mercedes tauscht Akkus bei EQA und EQB

Brandgefahr: Mercedes tauscht Akkus bei EQA und EQB
Copyright:

Mercedes-Benz

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Der deutsche Automobilhersteller Mercedes-Benz hat den erwarteten Rückruf für zahlreiche Elektroautos der Baureihen EQA 250+ und EQB 250+ gestartet. Wie MBpassion berichtet, besteht aufgrund einer nicht ausreichend sicheren Software-Lösung die Notwendigkeit, die offenbar brandgefährdeten Akkus des Batterie-Herstellers Farasis mit 70,5 kWh großer Kapazität auszutauschen. Betroffen sind in Deutschland wohl etwas mehr als 3000 Fahrzeuge.

Von welchem Hersteller die Ersatzbatterien stammen, sei bislang nicht klar. Der anstehende Rückruf sei am Montag an die Werkstätten kommuniziert worden, der nötige Werkstattaufenthalt wird mit acht Stunden geschätzt. „Ein entsprechender Rückruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt soll in Kürze folgen, parallel werden auch die betroffenen Kunden schriftlich benachrichtigt“, heißt es weiter.

Vorgehen wie in China und USA

Auch in den USA und China wurden bereits entsprechende Batterietauschs bei den Modellen EQA und EQB in die Wege geleitet, nachdem zunächst softwareseitig durch eine Drosselung der Ladeleistung die Sicherheit der kritischen Batteriezellen kontrolliert worden war. „Für betroffene Fahrer bedeutet dies, dass die bisherige Einschränkung der Reichweite und Ladeleistung durch Software bald durch einen vollständigen Austausch der Hochvoltbatterie ersetzt wird“, schreibt MBpassion. Auch wenn das Risiko durch die Software-Lösung minimiert wurde, kann man sich gut vorstellen, dass die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge zuletzt ein flaues Gefühl im Magen gehabt haben könnten, wenn sie ihr Elektroauto an eine Ladestation angeschlossen haben.

„Besonders Fahrzeuge, die durch das vorherige Update spürbare Einbußen in Reichweite oder Leistung haben, profitieren vom baldigen Tausch – was auch den Wert der Fahrzeuge steigern sollte“, heißt es ferner. Je nachdem, wie stark genutzt der Akku bereits war, kommt dieser Akkutausch einer regelrechten Verjüngungskur gleich.

Quelle: MBpassion – Exklusiv: Mercedes EQA & EQB Batterietausch startet in Deutschland

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Mercedes Elektroautos

Mercedes CLA Shooting Brake im Test: So weit kommt er

Mercedes CLA Shooting Brake im Test: So weit kommt er

Wolfgang Gomoll  —  

Wir sind den Mercedes CLA 250+ Shooting Brake gefahren: 477 km realistische Reichweite, auf 80 Prozent geladen in 22 Minuten.

Mercedes CLA 250+ im Test: E-Auto für trainierte Blasen

Mercedes CLA 250+ im Test: E-Auto für trainierte Blasen

Daniel Krenzer  —  

Im Test zeigt der CLA, dass Mercedes ein rundum gelungenes Elektroauto auf die Räder gestellt hat. Seine größten Plus- und Minuspunkte im Fahrbericht.

Mercedes CLA: Starker Start in Europa, Zurückhaltung in China

Mercedes CLA: Starker Start in Europa, Zurückhaltung in China

Sebastian Henßler  —  

Der Mercedes CLA kommt in Europa auf 25.500 Zulassungen. In China dagegen bleibt der Absatz deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé überzeugt in Wintertests

Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé überzeugt in Wintertests

Sebastian Henßler  —  

Drei E-Motoren, Torque Vectoring und ein neues Luftfahrwerk: Mercedes-AMG hat das vollelektrische GT 4-Türer Coupé im nordschwedischen Eis erprobt.

Mercedes-Benz: E-Lkw eArocs 400 ab sofort bestellbar

Mercedes-Benz: E-Lkw eArocs 400 ab sofort bestellbar

Maria Glaser  —  

Der neue Elektro-Lkw für den Baustelleneinsatz hat bis zu 240 Kilometer Reichweite und kann in 13 EU-Märkten bestellt werden.

Warum E-Transporter im Handwerk noch haken

Warum E-Transporter im Handwerk noch haken

Sebastian Henßler  —  

Tim Bittorf verkauft seit über zehn Jahren Transporter für Mercedes-Benz und erklärt, warum die Technik längst reicht, aber andere Hürden bleiben.

BGH weist Klimaklagen der DUH gegen BMW und Mercedes ab

BGH weist Klimaklagen der DUH gegen BMW und Mercedes ab

Sebastian Henßler  —  

Die Deutsche Umwelthilfe wollte BMW und Mercedes den Verkauf von Verbrennern ab 2030 verbieten lassen. Der BGH wies die Klagen nun endgültig ab.