Aus BMW-Sicht werden E-Autos nie die Preise von Verbrenner erreichen

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BMW AG

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Ein leitender BMW Manager gab zu verstehen, dass E-Autos wohl niemals zu Preisen gleichwertiger konventioneller Autos am Markt zu haben sein werden. Begründet wird dies weniger durch die Komplexität eines E-Autos oder die sich verändernden Plattformen. Vielmehr seien die Batterien ausschlaggebend. Stand heute sind Elektroauto-Batterien Kostentreiber Nummer eins bei einem E-Auto.

Der Kostenvorteil der Batterietechnik von Panasonic und Tesla bewegt Bloomberg New Energy Finance (BNEF) in einer Analyse dazu die Aussage zu treffen, dass Tesla noch für mehrere Jahre führend bei Elektroautos sei. Entscheidend sei der geringe Kobalt-Anteil der Batterie. Genau dies wird von BMW als Preistreiber bei den eigenen Batterien aufgeführt.

Geht es nach Klaus Fröhlich,  Mitglied des Vorstands der BMW AG, werden die Preise von E-Autobatterien eher steigen als fallen. Denn durch den steigenden Bedarf von Elektroautobatterien wird auch der Bedarf der dafür benötigten Rohstoffe steigen. Somit auch der Preis, da eine Verknappung am Markt stattfindet. BMW möchte dieser Entwicklung vorbeugen und versucht daher langfristige Verträge mit seinen Lieferanten zu schließen. Sowohl für Kobalt, als auch Lithium.

Geht man vom aktuellen Stand aus, liegen bei 90 bis 100 kWh Akkupacks die Zellkosten allein bei 17.000 bis 25.000 US-Dollar, so Fröhlich. Für dieses Geld kann durchaus bereits ein „normaler“ Verbrenner produziert werden. Die gleiche Preisspiral kommt übrigens auch bei Lithium zum Tragen.

Ersichtlich wird aus einer McKinsey Studie, dass die Batterie, nicht zu verwechseln mit den Lithium-Ionen-Zellen für Batterien, ein treibender Kostenfaktor ist. McKinsey ist allerdings auch der Meinung, dass hier entscheidende Einsparungen erste im Zeitraum zwischen 2025 und 2030 erzielt werden können. Hierzu beruft man sich unter anderem auf Erfahrungsfaktoren aus der Vergangenheit.

Für das vergangene Jahr lässt sich beispielsweise festhalten, dass eine Kilowattstunde knapp 25 Prozent weniger als im Vorjahr kostet. Doch die Kunden profitieren davon nicht, wie Berechnungen der Managementberatung Horváth & Partners zeigen.

Für 2018 hat Tesla bereits geplant die Kosten auf Zellebene unter 100 Dollar pro kWh zu bringen. Bis 2020 will Tesla dies auch auf Batteriepaket-Ebene anstreben. BNEF geht davon aus, dass die Durchschnittspreise für Batteriepacks allgemein nicht vor 2025 unter 100 Dollar fallen werden.

Quelle: news.com.au – The reason why electric cars will always be expensive

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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