Auf dem Hockenheimring findet an diesem Wochenende die nächste ADAC e-Competition statt, bei der sich bis zu 34 Teams in Elektroautos in Serienzustand 24 Stunden lang darum bemühen, möglichst viele Runden zu absolvieren. Der Clou dabei: Für die Teilnahme muss man kein Rennfahrer sein. Zwar ist es durchaus erlaubt, sein Auto auf den langen Geraden auch auszufahren, solange man keine anderen Fahrer gefährdet – wer um den Sieg mitfahren will, wird dies aber nicht tun. Denn um gleiche Bedingungen für alle zu schaffen, darf nur mit 19 kW DC-Ladeleistung nachgeladen werden. Es geht also für alle Teams darum, die richtige Balance aus Geschwindigkeit und Verbrauch zu finden. Wer immer nur rast, verbringt zu viele Stunden in der Box.
Unter den derzeit offenbar 30 angemeldeten Teams sind einige Modelle am Start, die in Sachen Effizienz eine gute Figur abgeben und somit gute Chancen auf ein Abschneiden auf den vorderen Plätzen haben. Die Kollegen von Motor Presse TV GmbH, wozu unter anderem die Magazine Auto Motor und Sport sowie die Auto Straßenverkehr gehören, gehen mit einem Lucid Air Grand Touring an den Start. Aufgrund der schnittigen Form und des großen Akkus konnten schon andere Teams in der Vergangenheit in diesem Modell das Rennen für sich entscheiden. Auch Kazenmaier ist mit einem Lucid am Start, zudem wagen sich gleich mehrere Teams mit dem sparsamen Tesla Model 3 auf den Ring.
Bunt gemischtes Teilnehmerfeld
Interessant ist zudem die Teilnahme des Teams „ADE Academy Drive Electric“, die mit einem Taycan antreten, der bekanntlich ebenfalls einen geringen Luftwiderstand und vergleichsweise großen Akku aufweist. Doch auch andere Modelle im Teilnehmerfeld haben gute Voraussetzungen, sich weit vorne zu platzieren, wie Kia EV4, VW ID.7 oder BYD Seal. Und zum Favoritenkreis gehören sicher auch wieder die Kollegen des Magazins Elektroautomobil, die den Wettstreit schon mehrmals gewinnen konnten und nach einer Pause nun wieder mit einem Volvo ES90 antreten. Und auch der Xpeng P7+, der erstmals an den Start gehen wird, hat das Potential dafür, eine gute Rolle spielen – zumal der „alte“ Xpeng P7 die etwas kürzere Version des Rennens bereits als erstes beenden konnte.
Doch nicht für alle Teams geht es darum, in der Gesamtwertung ganz weit vorne zu landen. Auch aus Modellen, die auf den ersten Blick nicht sonderlich effizient erscheinen, gilt es auf dem Hockenheimring, in den 24 Stunden möglichst viele Runden herauszuholen. So geht diesmal ein Tesla Cybertruck an den Start, auch ein Ford F150 Lightning, ein Kia PV5 Cargo und ein KGM Musso mischen sich ins Teilnehmerfeld und versuchen, zumindest in ihrer jeweiligen Teilnehmerklasse (je nach Akkugröße) ordentlich abzuschneiden.
Kleinigkeiten können entscheiden
Die Rennen in den vergangenen Jahren haben zudem gezeigt, dass nicht nur das Auto passen muss, um gut abzuschneiden. Funktionieren die Fahrerwechsel der Teams mit drei bis sechs Fahrern reibungslos? Klappt es, das Nachladen zeitlich richtig einzutakten, wobei sich jeweils zwei Teams einen Charger teilen und entsprechend absprechen müssen? Regnet es ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem man auf freier Strecke etwas zügiger fahren und Kilometer machen wollte? Ist der andere Fahrer zur Ablösung rechtzeitig wach und pünktlich in der Boxengasse? Macht die Blase mit? Und hat man richtig gerechnet oder muss man gegen Rennende entweder doch nochmal kurz nachladen oder um den Rundkurs schleichen?
Es ist also alles andere als langweilig, wenn gut 30 Elektroautos stundenlang im Kreis fahren. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann das Rennen kostenfrei besuchen. Die dafür notwendigen Tickets als Zutrittsberechtigung gibt es unter diesem Link. Außerdem berichten mehrere Teams über das Wochenende live, zudem lassen sich während des Rennens jederzeit die Rundenzeiten und der Zwischenstand einsehen. Gestartet wird am Samstag um 15 Uhr, Zieleinlauf ist dann am Sonntag um 15 Uhr. Mehr Infos dazu gibt es dann auf der Homepage des Veranstalters e4 Qualification.








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