Studie: Zufriedenheit beim E-Auto-Kauf wächst – Informationsbedarf bleibt hoch

Studie: Zufriedenheit beim E-Auto-Kauf wächst – Informationsbedarf bleibt hoch
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Tobias Stahl
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Die Zufriedenheit von E-Auto-Interessierten mit dem Kaufprozess steigt, gleichzeitig bleibt der Informationsbedarf vor dem Kauf hoch – besonders bei gebrauchten Elektroautos. Zu diesem Ergebnis kommt der neue „Mobilitätskompass“ des TÜV Rheinland, der auf einer Befragung von mehr als 2300 Fahrerinnen und Fahrern batterieelektrischer Pkw basiert.

Der Mobilitätskompass untersucht unter anderem die genutzten Informationsquellen, Erfahrungen im Autohaus, die Phase nach dem Kauf sowie spezifische Kaufbarrieren im Gebrauchtwagenmarkt. Die Untersuchung zeigt: Der Autohandel spielt auch weiterhin eine zentrale Rolle bei der Meinungsbildung – und gewinnt für viele Kaufinteressierte sogar an Bedeutung.

So seien Händlerbesuche trotz des wachsenden Online-Angebots die wichtigste Informationsquelle für E-Auto-Interessierte. Probefahrten, Veranstaltungen im Autohaus und der direkte Austausch mit Fachpersonal tragen laut TÜV Rheinland wesentlich dazu bei, Vertrauen in die Technologie aufzubauen. Bei der Auswahl eines Autohauses orientieren sich viele Interessierte vor allem an Online-Bewertungen.

Eine weitere positive Entwicklung für den Handel: Die Zufriedenheit mit der Kauferfahrung im Autohaus ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das deutet laut TÜV darauf hin, dass viele Betriebe ihre Beratungsangebote und Abläufe an die Anforderungen der Elektromobilität angepasst haben.

Batterie, Ladedauer, Preis: Bei gebrauchten Stromern gibt es noch viel Informationsbedarf

Unsicherheit spüren die Interessierten aber dennoch – vor allem mit Blick auf gebrauchte E-Autos. Hier ist der Informationsbedarf beim Kauf besonders stark ausgeprägt. Kaufinteressierte nennen in der Befragung mehrere Hemmnisse besonders häufig: 69 Prozent sorgen sich um möglicherweise lange Ladezeiten eines gebrauchten E-Autos, 68 Prozent machen sich Gedanken wegen eines potenziellen Mangels an öffentlichen Ladesäulen. 67 Prozent nennen den Fahrzeugpreis als Hemmnis, knapp zwei Drittel (65 Prozent) nennen eine begrenzte Reichweite. Auch die Degradation der Antriebsbatterie sorgt bei 63 Prozent der Befragten E-Auto-Interessierten für Unsicherheiten.

Gegen einige dieser Hemmnisse gibt es allerdings hilfreiche Maßnahmen: Rund 65 Prozent der Käufer gebrauchter E-Autos haben vor dem Kauf einen Batterie-Check durchführen lassen. Prüfangebote wie diese können laut TÜV Rheinland ein wirksames Instrument sein, um Bedenken abzubauen und die Kaufentscheidung zu erleichtern. Für den Handel ergeben sich daraus konkrete Chancen, sich durch transparente Prüf- und Beratungsleistungen vom Wettbewerb abzuheben.

Akzeptanz der Elektromobilität steigt weiter – im Gebrauchtwagenmarkt sind die Händler gefragt

„Insbesondere bei neuen Technologien ist der Informationsbedarf vor dem Kauf groß“, erklärt Dr. Matthias Schubert, Executive Vice President Mobility bei TÜV Rheinland. Im Gebrauchtwagenmarkt kämen zusätzliche Unsicherheiten hinzu – sowohl auf Seiten der Kundinnen und Kunden als auch bei manchen Händlern. Der Mobilitätskompass solle daher Ansatzpunkte liefern, um Beratung, Transparenz und Kundenzufriedenheit gezielt zu verbessern.

Insgesamt zeigt der aktuelle Mobilitätskompass, dass die Akzeptanz der Elektromobilität weiterhin wächst – gerade im Gebrauchtwagensegment hängt der Erfolg aber weiterhin stark davon ab, dass Informationslücken bei Interessierten geschlossen, Hemmnisse abgebaut und technische Fragen verständlich und verlässlich beantwortet werden.

Die TÜV-Befragung war in der Vergangenheit unter der Bezeichnung „Werkstattmonitor“ bekannt, heißt inzwischen jedoch Mobilitätskompass. Damit will TÜV Rheinland neueren Entwicklungen im Mobilitätsbereich Rechnung tragen, etwa bei Themen, die über den klassischen Werkstatt-Fokus hinausgehen.

Quelle: TÜV Rheinland – Pressemitteilung vom 27.01.2026

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Tobias Stahl

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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