Absatz von Wasserstoffautos ging 2024 erneut stark zurück

Absatz von Wasserstoffautos ging 2024 erneut stark zurück
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Maria Glaser
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Befindet sich Wasserstoff als alternativer Antrieb für Pkw in der Krise? Das Marktforschungsunternehmen SNE Research veröffentlichte vor wenigen Tagen die Verkaufszahlen von wasserstoffbetriebenen Autos aus dem vergangenen Jahr, die darauf schließen lassen. Denn der globale Markt für Brennstoffzellenautos ist von Januar bis Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 21,6 Prozent gesunken – bereits im zweiten Jahr in Folge.

Wasserstoff verliert an Beliebtheit

Weltweit wurden demnach zwischen Januar und Dezember 2024 nur noch 12.866 Brennstoffzellenautos verkauft, die mit Wasserstoff betrieben werden. Nach dem Jahr 2022, das mit 20.704 weltweit verkauften Brennstoffzellenautos den Höhepunkt der Verkaufszahlen verzeichnete, fielen die Zahlen bereits um 20,7 Prozent von 2022 auf 2023. Diese nun weniger als 13.000 Verkäufe im Jahr 2024 entsprechen einem erneuten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 21,6 Prozent und zeichnen im zweiten Jahr in Folge eine stark nachlassende Beliebtheit von Wasserstoffantrieben nach.

Für den starken Rückgang der weltweiten Verkäufe macht SNE Research vor allem den koreanischen Markt verantwortlich. Nach Ländern betrachtet, habe Korea aufgrund des schleppenden Absatzes des Modells Nexo von Hyundai einen Rückgang von 23,5 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet. In diesem Zusammenhang habe die koreanische Regierung die Strategien zur Ausweitung der Verkäufe von Brennstoffzellenautos überarbeitet.

China hingegen, das sich auf Nutzfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb konzentriert, verzeichnete ein kontinuierliches Wachstum. Damit wurde das Land nicht nur die weltweite Nummer 1 bei batteriebetriebenen Elektroautos, sondern auch bei solchen mit Brennstoffzelle. Daher sei künftig auch die koreanische Strategie daran ausgerichtet, den Schwerpunkt mehr auf Nutzfahrzeuge als auf Personenfahrzeuge zu legen.

Hyundai auf Platz 1 der Verkaufszahlen

Trotz dieser negativen Entwicklung auf dem Heimatmarkt bleibt die Hyundai Motor Group 2024 die weltweite Nummer 1 bei den Verkäufen von Brennstoffzellenautos. Es wurden dabei insgesamt 3836 Nexo und Elec City verkauft, was selbst mit dem Rückgang von 23,5 Prozent noch für den ersten Platz ausreicht. Hyundai plant nach Angaben von SNE Research, im Jahr 2025 ein Nachfolgemodell des Nexo sowie eine Reihe von Nutzfahrzeugen auf den Markt zu bringen, um gegen den sinkenden Trend der Wasserstoffauto-Verkäufe anzugehen.

In dieser Rangliste nach Herstellern folgt Toyota auf Hyundai. Das japanische Unternehmen, das über das Jahr 2024 weltweit 1917 Wasserstoffautos vom Typ Mirai und Crown verkaufte, verzeichnete ebenfalls einen starken Rückgang von 50,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gründe dafür sind u.a. das deutliche Minus von 80,4 Prozent beim Verkauf des Mirai in den USA sowie von 4,8 Prozent in Europa, wo das Modell nur 716 Mal verkauft wurde.

In Japan zeichnete sich ein ähnlicher Trend für das Modell Mirai ab, jedoch konnte der Toyota Crown im Inland mit 565 Verkäufen ein Wachstum erzielen. Damit verzeichnete nur Japan unter den Top 5 Regionen ein Wachstum beim Verkauf von Brennstoffzellenautos mit über 60 Prozent.

Herausforderungen für Wasserstoff

Damit sich wasserstoffbetriebene Fahrzeuge in der Masse durchsetzen können, gilt es noch einige Hürden zu überwinden. SNE Research zufolge zählten dazu der Mangel an Wasserstofftankstellen, die hohen Kosten für die Wasserstoffproduktion und -speicherung sowie generell die wirtschaftliche Machbarkeit. Um entsprechende Strategien zur Kostensenkung umzusetzen und den Nutzfahrzeugmarkt zu erweitern, sei eine öffentlich-private Zusammenarbeit unerlässlich.

Quelle: SNE Research – From Jan to Dec 2024, Global FCEV Market with a 21.6% YoY Degrowth

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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