Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen plant für die kommenden Jahre offenbar nicht, neben dem VW ID. Buzz und dem VW ID. 4 in den USA weitere Elektroautos einzuführen. Einem Bericht der Automobilwoche zufolge sind hierfür „die komplexe Gemengelage aus Trumps Subventionsstopp, Zollpolitik und begrenzten US-Kapazitäten“ ausschlaggebend. Volkswagen-Nordamerika-Chef Kjell Gruner hatte dies kundgetan, der VW-Hauptsitz in Wolfsburg habe dies inzwischen bestätigt.
Offenbar soll erst mit der neuen SSP-Plattform, die gegen 2030 erwartet wird, ein neuer Versuch auf dem US-amerikanischen Elektroautomarkt gestartet werden. Die aktuell besonders schwierige Marktlage für Elektroautos aufgrund der Politik der Trumpschen Regierung inklusive Zollproblematiken sorgen offenkundig aktuell nicht dafür, dass sich weitere E-Autos in den USA wirtschaftlich für VW lohnen würden.
Scout könnte mit Rivian-Software kommen
Damit zeichnet sich ab, dass auch der ID. Every1 als erstes Elektroauto mit Software des US-amerikanischen Kooperationspartners Rivian wohl nicht in deren Heimat zum Kauf angeboten werden soll. Allerdings könnte es sein, dass die Rivian-Software dennoch zeitnah auch in Fahrzeugen aus dem Volkswagen-Netzwerk in den USA selbst genutzt werden könnten. So spekuliert die Automobilwoche, dass dies in Fahrzeugen der in Wiederbelebung befindlichen Marke Scout der Fall sein könnte. Allerdings soll es sich hierbei zunächst um Fahrzeuge mit Range-Extender handeln, also Elektroautos, die einen zusätzlichen Benzinmotor als Generator an Bord haben.
Mithilfe von Rivian will Volkswagen die Software und deren Abläufe im Fahrzeug zentraler steuern und somit schnellere Rechenleistungen ermöglichen, die für moderne Fahrassistenzsysteme benötigt werden. Mit der eigenen Software-Sparte Cariad hatte Volkswagen in den vergangenen Jahren dabei wenig Erfolg, sodass mit Rivian sowie Xpeng in China externe Partner hinzugezogen wurden.
Quelle: Automobilwoche – VW: Vorerst keine neuen Elektromodelle für die USA








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