VW plant zunächst keine neuen E-Autos für die USA

VW plant zunächst keine neuen E-Autos für die USA
Copyright:

VW

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen plant für die kommenden Jahre offenbar nicht, neben dem VW ID. Buzz und dem VW ID. 4 in den USA weitere Elektroautos einzuführen. Einem Bericht der Automobilwoche zufolge sind hierfür „die komplexe Gemengelage aus Trumps Subventionsstopp, Zollpolitik und begrenzten US-Kapazitäten“ ausschlaggebend. Volkswagen-Nordamerika-Chef Kjell Gruner hatte dies kundgetan, der VW-Hauptsitz in Wolfsburg habe dies inzwischen bestätigt.

Offenbar soll erst mit der neuen SSP-Plattform, die gegen 2030 erwartet wird, ein neuer Versuch auf dem US-amerikanischen Elektroautomarkt gestartet werden. Die aktuell besonders schwierige Marktlage für Elektroautos aufgrund der Politik der Trumpschen Regierung inklusive Zollproblematiken sorgen offenkundig aktuell nicht dafür, dass sich weitere E-Autos in den USA wirtschaftlich für VW lohnen würden.

Scout könnte mit Rivian-Software kommen

Damit zeichnet sich ab, dass auch der ID. Every1 als erstes Elektroauto mit Software des US-amerikanischen Kooperationspartners Rivian wohl nicht in deren Heimat zum Kauf angeboten werden soll. Allerdings könnte es sein, dass die Rivian-Software dennoch zeitnah auch in Fahrzeugen aus dem Volkswagen-Netzwerk in den USA selbst genutzt werden könnten. So spekuliert die Automobilwoche, dass dies in Fahrzeugen der in Wiederbelebung befindlichen Marke Scout der Fall sein könnte. Allerdings soll es sich hierbei zunächst um Fahrzeuge mit Range-Extender handeln, also Elektroautos, die einen zusätzlichen Benzinmotor als Generator an Bord haben.

Mithilfe von Rivian will Volkswagen die Software und deren Abläufe im Fahrzeug zentraler steuern und somit schnellere Rechenleistungen ermöglichen, die für moderne Fahrassistenzsysteme benötigt werden. Mit der eigenen Software-Sparte Cariad hatte Volkswagen in den vergangenen Jahren dabei wenig Erfolg, sodass mit Rivian sowie Xpeng in China externe Partner hinzugezogen wurden.

Quelle: Automobilwoche – VW: Vorerst keine neuen Elektromodelle für die USA

worthy pixel img
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Volkswagen (VW) Elektroautos

Enercity und VW starten Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden

Enercity und VW starten Pilotprojekt zum bidirektionalen Laden

Michael Neißendorfer  —  

Ziel des Projektes ist es, Gewerbekunden die technische Machbarkeit, die wirtschaftlichen Potenziale und den gesellschaftlichen Nutzen von V2G aufzuzeigen.

Kommt bald ein VW Touareg als Elektroauto?

Kommt bald ein VW Touareg als Elektroauto?

Daniel Krenzer  —  

Mit dem Verbrenner-Touareg ist bald Schluss, doch VW denkt offenbar darüber nach, einen Elektro-Nachfolger auf den Markt zu bringen.

Volkswagen und Rivian: Milliardenrisiko bei Elektroauto-Allianz

Volkswagen und Rivian: Milliardenrisiko bei Elektroauto-Allianz

Daniel Krenzer  —  

VW und Rivian überwinden eine erste Hürde für die Allianz. Neben Chancen für bessere E-Autos birgt die Partnerschaft aber große Risiken für die VW-Bilanzen.

Seat und Cupra starten der Serienfertigung von Batteriesystemen

Seat und Cupra starten der Serienfertigung von Batteriesystemen

Michael Neißendorfer  —  

Dieser Meilenstein stellt den letzten Schritt vor der Serienproduktion des Cupra Raval und später auch des VW ID.Polo dar.

VW ruft 94.000 E-Autos wegen Batterieproblemen zurück

VW ruft 94.000 E-Autos wegen Batterieproblemen zurück

Sebastian Henßler  —  

Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate ruft Volkswagen E-Autos wegen fehlerhafter Batteriemodule zurück. Diesmal sind 94.000 Einheiten betroffen.

Scout: Erste Modelle sollen erst ab 2028 ausgeliefert werden

Scout: Erste Modelle sollen erst ab 2028 ausgeliefert werden

Laura Horst  —  

Die VW-Tochter Scout will ihre ersten Autos erst ab 2028 an die Kunden ausliefern, bei denen aktuell die Range-Extender das größere Interesse auf sich ziehen.