Volkswagen stellt Lieferungen des VW ID.Buzz in die USA ein

Volkswagen stellt Lieferungen des VW ID.Buzz in die USA ein
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
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Das kommende Modelljahr 2026 des VW ID.Buzz soll nicht in den USA verkauft werden, berichtet die Automobilwoche. Demnach ist die Nachfrage nach dem Elektro-Bulli dort dermaßen gering, dass erst einmal die Bestände verkauft werden sollen. Im Artikel wird ein Schreiben des deutschen Automobilherstellers an die VW-Händler in den USA zitiert, „man habe nach einer sorgfältigen Bewertung der aktuellen Marktbedingungen für Elektrofahrzeuge die strategische Entscheidung getroffen, die Produktion des ID. Buzz für das Modelljahr 2026 für den US-Markt nicht weiterzuverfolgen“.

Gleichzeitig betone VW jedoch, dass dies nicht das Ende des ID.Buzz in den USA sei. Seine Bedeutung für den Markt sei in Zukunft weiterhin hoch. Nur eben das kommende Modelljahr soll nicht angeboten werden. Hintergrund dürfte auch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump sein, die sich gegen Elektroautos richtet und Verbrenner klar bevorzugt. Das Modelljahr 2027, das wohl schon im Mai 2026 anlaufen soll, könnte dann aber schon wieder den Weg auch in die USA schaffen, sofern bis dahin die Bestände bei den Händlern deutlich geringer wurden und die Nachfrage nach dem Buzz gegeben ist.

Hoher Preis, geringe Reichweite

Dass sich der ID.Buzz in den USA nicht gut verkaufe, liege auch an dem vergleichsweise hohen Preis. Familientaugliche Elektro-Vans seien dort in der Regel ein ganzes Stück günstiger zu haben, während für den Elektro-Bulli mindestens 61.545 US-Dollar (52.500 Euro) fällig werden. „Hinzu kommt eine vergleichsweise geringe Reichweite von rund 370 Kilometern, die die Händler als Einschränkung sehen“, heißt es ferner in der Automobilwoche. Auch Rückrufaktionen und das Zoll-Durcheinander der US-Regierung waren weitere Bremsklötze.

Im dritten Quartal des Jahres besserte sich der Absatz mit knapp 2500 Stück aber wieder etwas. Dass VW den ID.Buzz irgendwann in den USA selbst produzieren wird, ist indes nicht zu erwarten. „Eine Verlagerung der Produktion nach Nordamerika, um den hohen Einfuhrzöllen zu entgehen, ist laut VW-Vertriebsvorstand Martin Sander nicht geplant“, heißt es dazu im Artikel.

Quelle: Automobilwoche – VW pausiert ID.Buzz-Lieferungen in die USA

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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