US-Kooperation mit LF Energy für effizientere Ladeinfrastruktur

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Maria Glaser
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Vergangene Woche gab Linux Foundation (LF) Energy die Zusammenarbeit mit dem U.S. Joint Office of Energy and Transportation bekannt. Ziel der Kooperation sei es, die Zuverlässigkeit und Interoperabilität von Ladestationen für Elektroautos auf nationaler Ebene zu verbessern, so die Pressemitteilung.

Die Linux Foundation, eine Non-Profit-Organisation, die 2000 für die Entwicklung von Linux und Open-Source-Software gegründet wurde, hat es sich nach eigenen Angaben mit seiner Initiative LF Energy zum Ziel gesetzt, Lösungen zum Klimawandel beizutragen. Dazu biete LF Energy offene Ansätze, Referenzarchitekturen und weitere, ergänzende Projekte. Zu den Mitgliedern gehören u. a. Google, Microsoft und Shell sowie über 60 weitere Mitglieder aus der Energiewirtschaft, der Technologiebranche, dem akademischen Bereich und der Regierung.

Künftig arbeitet diese Initiative gemeinsam mit dem US-amerikanischen Joint Office für Energie und Transport, was die Schnittstelle zwischen dem US-Energieministerium und dem US-Verkehrsministerium darstellt. Es bündelt Ressourcen und Fachwissen beider Ministerien und unterstützt Programme zum Aufbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, für emissionsfreie Ladeinfrastruktur sowie emissionsfreie Schulbusse.

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen LF Energy und dem Joint Office soll eine Open-Source-Referenzimplementierung für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen aufgebaut werden. Auf die Open-Source-Software arbeitet LF Energy mit seinem Projekt EVerest hin, wobei sich EV auf die gängige Abkürzung für die englische Bezeichnung für Elektroauto (Electric Vehicle) bezieht.

Die EVerest-Software solle der Pressemitteilung zufolge die Energiekommunikation zwischen Ladestationen, Fahrzeugen, Erzeugungsressourcen, Batterien, benachbarten Ladegeräten, Stromnetzen, Backend-Zahlungssystemen, Benutzungsoberflächen und mobilen Geräten regeln.

Dadurch sollen auch Inkompatibilitäten zwischen Systemen verschiedener Hersteller verringert werden, die oft auf eine mangelnde Standardisierung zurückzuführen sind. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladegerät oder der Zahlungsvorgang werden durch die neue Software besser und die Ladeinfrastruktur zuverlässiger. Dies, so LF Energy in der Pressemitteilung, sei der Schlüssel dazu, dass sich Menschen für Elektroautos entscheiden.

„Das EVerest-Projekt hat in Pilotprojekten auf der ganzen Welt bewiesen, dass es das Aufladen von elektrischen Autos zuverlässiger macht und die Frustration der Fahrenden von Elektroautos reduziert, wenn ein Ladegerät nicht funktioniert oder nicht kontinuierlich gewartet wird.“ – Alex Thornton, Executive Director von LF Energy

Zusammenarbeit für gemeinsame Standards

Neben der Herstellerunabhängigkeit und dem kooperativen Open-Source-Ansatz bietet LF Energy nach eigenen Angaben auch ein hohes Sicherheitsniveau. Da Ladesäulen für Elektroautos in den USA bis zum 28. Februar 2024 neuen Vorschriften nach dem Open Charge Point Protocol (OCPP) 2.0.1 entsprechen müssen, gibt es für LF Energy einiges zu tun. Das Joint Office wird in der Zusammenarbeit verschiedene Ressourcen für das Projekt EVerest bereitstellen.

Quelle: LF Energy – Pressemitteilung vom 22.01.2024 // Wikipedia – Linux Foundation 

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Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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