Für E-Autofahrer:innen in Deutschland bleibt das Laden an der heimischen Wallbox der Normalfall. Laut einer repräsentativen Umfrage, die Civey im Auftrag von Eon durchgeführt hat, laden 63 Prozent ihr Auto am häufigsten zuhause. Gut ein Drittel lädt demnach überwiegend an anderen Orten. Mit deutlichem Abstand folgen der Arbeitsplatz, Schnellladestationen in Städten und städtische Normalladepunkte.
Zwischen den Bundesländern zeigen sich dabei klare Unterschiede. Ausgeprägt ist die Bindung an die eigene Ladestation im Saarland, wo 73 Prozent der E-Autofahrer:innen sie als häufigsten Ladeort angeben. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 71 Prozent und Bayern mit 68 Prozent. In allen drei Ländern liegt der Wert damit über dem bundesweiten Durchschnitt.
Ein Blick auf die Befragten zeigt zudem, wie viele erst vor kurzer Zeit umgestiegen sind. Knapp ein Viertel der E-Mobilist:innen fährt erst seit Beginn des Jahres 2025 elektrisch. Auch die aktuellen Neuzulassungen spiegeln diese Entwicklung wider: Im September kamen knapp 89.000 E-Autos hinzu.
Für Martin Endress, in der Geschäftsführung von Eon Deutschland für das Kundengeschäft zuständig, bestätigt die Umfrage eine klare Rangfolge. „Die eigene Wallbox bleibt die Nummer eins als wichtigster Ladeort“, sagt er. Zugleich lenkt er den Blick auf die Alternativen: „Gleichzeitig gibt es heute immer mehr Möglichkeiten, um das E-Fahrzeug passend zum Alltag zu laden. Insbesondere Arbeitgeber bieten verstärkt Ladeplätze an.“
Laden im Job wird für viele Alltag
Abseits der eigenen Garage verteilt sich das Laden auf mehrere Orte. Elf Prozent der Befragten laden am häufigsten beim Arbeitgeber, zehn Prozent nutzen vorrangig die wachsende Zahl an Schnellladestationen in Städten. Weitere sieben Prozent greifen meist auf städtische Normalladestationen zurück. Zusammen kommen diese drei Ladeorte auf 28 Prozent, die übrigen Befragten verteilen sich auf Ladeorte, die in der Auswertung nicht einzeln ausgewiesen sind.
Deutlich zugenommen hat die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz. 54 Prozent der berufstätigen E-Mobilist:innen können inzwischen beim Arbeitgeber laden, im Vorjahr waren es noch 46 Prozent. Ein Drittel der Beschäftigten mit Elektroauto kann dieses Angebot sogar kostenfrei nutzen. Als bevorzugte Ladestelle nennen den Arbeitgeber dagegen elf Prozent aller befragten E-Autofahrer:innen.
Gerade für Menschen ohne eigene Ladeinfrastruktur rückt diese Entwicklung in den Fokus. Endress formuliert es so: „Die wachsende Auswahl im Lade-Mix ermöglicht immer mehr Menschen einen einfachen Einstieg in die Elektromobilität, auch wenn zuhause noch keine Lademöglichkeit installiert ist.“
Für die Erhebung hat Civey im Auftrag der Eon Energie Deutschland GmbH zwischen dem 26. Juni und dem 22. Juli 2026 zwei Gruppen online befragt: 1500 Fahrer:innen von Pkw mit Elektroantrieb sowie gezielt 1000 Erwerbstätige mit E-Auto. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die jeweiligen Grundgesamtheiten in Deutschland.
Quelle: Eon – Pressemitteilung








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