Toyota bringt die Brennstoffzelle auf hohe See

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Toyota schickt seine Brennstoffzellentechnologie auf hohe See: Der neue REXH2 ist eine modulare wasserstoffbasierte Antriebslösung, die eine nahezu lautlose Mobilität ohne CO2- und Feinstaubemissionen ermöglicht. Das Antriebssystem wurde an Bord des Katamarans Energy Observer bereits erfolgreich unter realen Bedingungen auf offener See über mehr als 7000 Seemeilen getestet – unter anderem auf transatlantischen Überfahrten.

Der REXH2 kommt erstmals in der Hynova 40 zum Einsatz, einer Zwölf-Meter-Yacht für bis zu zwölf Passagiere. Während die Energy Observer hauptsächlich aus Sonne und Wind erzeugte Elektrizität für den Vortrieb nutzt, ist die Hynova eine batterieelektrische Yacht, auf der die Toyota Brennstoffzelle als wasserstoffbasierter Range Extender dient. Als erstes Vergnügungsboot mit Brennstoffzellentechnologie bringt es die emissionsfreie Wasserstoff-Elektro-Hybridtechnologie in die breitere maritime Industrie.

Das Toyota Brennstoffzellenmodul innerhalb des REXH2 entwickelt eine Netto-Nennleistung von 60 kW und basiert auf der Technologie des Toyota Mirai. Die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Energy Observer Developments (EODev) und Toyota hat es ermöglicht, die Technologie optimal an die schwierigen Bedingungen der Meeresumwelt anzupassen.

„Wir begrüßen die Gelegenheit, die Erprobung unserer Wasserstofftechnologie auf weitere maritime Einsätze auszudehnen. Nach der Integration unseres Brennstoffzellenmoduls in die Energy Observer haben wir das Modul weiter angepasst, sodass es in den wasserstoffbasierten Range Extender von EODev passt. Gemeinsam zeigen wir, dass emissions- und geräuschfreie Technologien für verschiedene Arten von Mobilitäts- und Antriebsanwendungen bereits heute möglich sind. Damit können wir zur Dekarbonisierung der Energienutzung und zur Entwicklung einer Wasserstoffgesellschaft beitragen.“ – Thiebault Paquet, Direktor der Fuel Cell Business Unit bei Toyota Motor Europe

Mit dem neuerlichen maritimen Einsatz untermauert Toyota seine Geschäftsstrategie, die Brennstoffzellentechnologie flexibel für unterschiedliche Anwendungen anzupassen. Sie wird auch in Pkw, Bussen und Lkw sowie in Gabelstaplern und Generatoren genutzt. Neben der Lieferung von Brennstoffzellenmodulen bietet die Fuel Cell Business Unit von Toyota Motor Europe technische Unterstützung und Fachwissen, um eine optimale Nutzung zu gewährleisten.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 05.10.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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