Tesla Grünheide: Trotz Absatzkrise keine Stellenstreichungen

Tesla Grünheide: Trotz Absatzkrise keine Stellenstreichungen
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Aerovista Luchtfotografie / Shutterstock / 2462602151

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Während der Markt für Elektroautos in der ersten Jahreshälfte generell zugelegt hat, ging es für Tesla bergab. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum büßte der US-Autobauer auf dem deutschen Markt im ersten Halbjahr etwa 58 Prozent seiner Neuzulassungen ein, in den meisten Ländern Europas sieht es kaum anders aus. In Teslas Werk im brandenburgischen Grünheide bewertet man die eigene Situation dennoch positiv und sieht sich auf gutem Kurs, wie die Zeit in Berufung auf eine DPA-Meldung berichtet.

Obwohl die Neuzulassungen in Deutschland rückläufig sind, sieht Tesla keine Gefahr für die Arbeitsplätze in der Fabrik Grünheide und plant weder Entlassungen noch Kurzarbeit. „Nach einem erfolgreichen Hochlauf der Produktion zu Beginn des Jahres ist die Produktion auf dem Stand vor der Produktumstellung“, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Das Unternehmen gibt an, pro Woche 5000 Autos zu fertigen, was hochgerechnet rund 250.000 Autos im Jahr entspricht.

Grünheide ist die einzige europäische Autofabrik von Elon Musk, rund 11.000 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, womit Tesla der größte industrielle Arbeitgeber in Brandenburg ist. Die IG Metall Berlin-Brandenburg sprach vergangene Woche von zunehmender Unsicherheit in der Belegschaft. Trotz der Imagekrise des Konzerns und der anhaltenden Absatzflaute produziere man im Werk bei Berlin auf Rekordniveau. Dabei lobte die Gewerkschaft, dass der US-Autobauer beim Anhalten der Produktion immer fast 100 Prozent weitergezahlt habe, jedoch seien in den vergangenen zwölf Monaten viele Stellen gestrichen worden.

„Wir nehmen keine Unsicherheit in der Belegschaft wahr und sehen hierfür auch keinen Anlass. Seit Beginn bieten wir unseren Mitarbeitenden einen sicheren, unbefristeten und höchst attraktiven Arbeitsplatz“, äußerte sich hingegen Tesla zu der Darstellung.

Das Unternehmen beliefert mit den in Grünheide produzierten Autos, zu denen auch das neue Model Y gehört, nach eigenen Angaben mehr als 30 Märkte in Europa und Asien. Dadurch sei das Werk resistenter gegenüber Schwankungen. „Die Versorgung einzelner Märkte ist dynamisch und wird aufgrund diverser Faktoren wie Lieferketten oder Zollregelungen regelmäßig angepasst“, erklärte die Tesla-Sprecherin.

Quelle: Die Zeit – Tesla Grünheide sieht sich trotz Absatzkrise auf gutem Kurs

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