Tesla plant Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick

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Tobias Stahl
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Tesla will ein Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick bauen. Das kündigte der Vizepräsident und Chefentwickler des Unternehmens, Lars Moravy, in der vergangenen Woche während einer Pressekonferenz an. Der Bau soll demnach im kommenden Jahr starten, das Entwicklungszentrum soll sich auf Materialforschung, Fahrzeug- und Antriebsleistung konzentrieren.

Zunächst sollen 130 Ingenieure, die zurzeit noch in der deutschen Gigafactory in Grünheide oder in kleineren Standorten in Berlin tätig sind, nach Köpenick ziehen. In den folgenden Jahren sollen bis zu 250 Ingenieure und Techniker in dem Entwicklungszentrum beschäftigt werden. Der US-Elektroautobauer will einen höheren zweistelligen Millionenbetrag in den Standort investieren.

Teslas Entwicklungszentrum: Erste Gerüchte über den geplanten Standort

Bei dem anvisierten Objekt in Köpenick handle es sich um eine leerstehende Fabrik. Für die Immobilie spreche die Größe, die Energieversorgung und auch die Lage insbesondere mit Blick auf die Fabrik in Grünheide, berichtet der RBB. Ein weiterer Grund sei die Nähe zu Berliner Universitäten.

Tesla nannte zunächst keinen genauen Standort – laut Informationen des Tagesspiegels soll es sich aber um ein Industriegebäude auf dem Gelände des ehemaligen Kabelwerks Köpenick an der Friedrichshagener Straße handeln. Die Angaben wurden bislang nicht offiziell bestätigt.

Stefan Franzke, Geschäftsführer der Berliner Wirtschaftsförderung „Berlin Partner“ erklärte im Gespräch mit dem Tagesspiegel, dass ein Entwicklungszentrum bereits im Gespräch gewesene sei, als Tesla noch nicht mit dem Bau der Gigafactory im brandenburgischen Grünheide begonnen hatte. Ende 2024 seien die Pläne dann konkreter geworden: „Wir haben Grundstücke gesucht und waren die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Tesla“, so Franzke. Der Elektroautobauer habe zwar keine Sonderbehandlung erhalten, der Name Tesla hat aber offenbar vergleichsweise schnelles Handeln ermöglicht: „Für ein Projekt dieser Größenordnung waren wir sehr schnell. Auch die Verwaltung war sehr schnell“, erinnert sich Franzke.

Berliner Wirtschaftssenatorin Giffey begrüßt die Pläne des US-Autobauers

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erwartet, dass das Entwicklungszentrum positive Auswirkungen über die Region hinaus haben wird. „Mit dem neuen Center bekommt unsere internationale Forschungs- und Entwicklungslandschaft einen neuen Leuchtturm“, so Giffey. „Wir freuen uns auf die Impulse, die vom European Engineering Center in die Stadt, die Region und ganz Europa ausgehen werden.“

Der Standort Grünheide ist nur rund acht Kilometer von Köpenick entfernt. Sollte das Entwicklungszentrum tatsächlich am Standort des ehemaligen Kabelwerks errichtet werden, würde die Fahrtzeit zwischen beiden Tesla-Standorten eine gute halbe Stunde in Anspruch nehmen. Tesla produziert in Grünheide mit 11.500 Mitarbeitenden rund 5000 E-Autos pro Woche, die neben dem deutschen Markt in mehr als 30 Länder exportiert werden.

Laut Oliver Igel (SPD), dem Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, will Tesla den Bau zügig beginnen. „Tesla will – wie erwartet – schnell bauen und schnell eröffnen. Bei einem Baustart 2026 könnte womöglich innerhalb eines Jahres eröffnet werden“. Laut Stefan Franzke soll es in dem Entwicklungszentrum nicht nur um das Design der Fahrzeuge gehen, sondern auch um Batterietechnik. Zum Testen der Energiespeicher würden Laborflächen und erhebliche Mengen Strom benötigt.

Quellen: RBB24 – Tesla baut in Berlin-Köpenick neues Entwicklungszentrum auf / Tagesspiegel – Europäisches Entwicklungszentrum in Berlin: Tesla zieht ans Kabelwerk Köpenick

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Tobias Stahl kann sich für alle Formen der Fortbewegung begeistern, aber nachhaltige Mobilität begeistert ihn besonders. Da ist es kein Wunder, dass er schon seit 2019 über E-Autos, erneuerbare Energien und die Verkehrswende berichtet.

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