Tesla-Chef Musk stellt in durchgesickerter E-Mail neues Rekordquartal in Aussicht

Tesla-Chef Musk stellt in durchgesickerter E-Mail neues Rekordquartal in Aussicht
Copyright:

Christopher Lyzcen / Shutterstock.com

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die beiden Worte Tesla und Quartalsende in einem Satz haben in den letzten Jahren immer wieder für Aufruhr in der Elektroauto-Szene gesorgt. Vor allem, seitdem der Branchenprimus aus den USA von Rekord zu Rekord eilt. Eine weitere Bestmarke scheint Corona zum Trotz für das dritte Quartal 2020 bevorzustehen: Tesla-CEO Elon Musk spricht in einer durchgesickerten E-Mail an die Mitarbeiter von einem möglichen neuen Rekordquartal für Fahrzeugauslieferungen, so der stets gut informierte US-Blog Electrek.

Allerdings scheint der neue Rekord noch nicht in trockenen Tüchern zu sein: Alle Tesla-Mitarbeiter müssten „hart kämpfen, um ihn zu erreichen“, zitiert Electrek aus der Mail. Für Musks Mitarbeiter ist der Quartalsendspurt bereits Routine: Es gab bereits Quartale, in denen Tesla allein in der letzten Woche des Drei-Monats-Zeitraums gut 30 Prozent aller Fahrzeuge ausgeliefert hat. Diesmal allerdings sei ein zusätzliches Plus an Engagement notwendig, so Musk weiter. Tesla müsse seine bisherigen Tages-Auslieferungsrekorde übertreffen, um die neue Bestmarke zu erreichen.

Im Gegensatz zu anderen Autoherstellern ist Tesla im Besitz seines gesamten Vertriebssystems. Das heißt, Tesla ist auch Besitzer eines jeden Fahrzeugs, bis es an den Kunden oder die Kundin ausgeliefert wird. Dies hat große Auswirkungen auf die Finanzen und Bilanzen von Tesla, da der Umsatz erst nach der Auslieferung der Fahrzeuge erfasst werden kann und das Geld für die Produktion dieser Fahrzeuge im Voraus ausgegeben wurde. Dies hat zur Folge, dass Tesla jedes Quartal große Anstrengungen unternimmt, um seinen Lagerbestand zu reduzieren und gegen Ende des Quartals so viele Fahrzeuge wie möglich auszuliefern. Ein Anliegen, das Musk in der Mail als „als absolute Priorität“ bezeichnete. Es sei zudem äußerst wichtig, dass die Werksleistung in den verbleibenden zehn Tagen „so hoch wie möglich“ gehalten werde. Dies sei für den kalifornischen Markt „von entscheidender Bedeutung.“

Teslas letzte Rekordmarke stammt aus dem vierten Quartal 2019. Damals waren 112.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden. Wall Street-Analysten gehen davon aus, dass Tesla nun im dritten Quartal 121.000 Fahrzeuge ausliefern kann. Im vergangenen Quartal lieferte Tesla 90.000 Fahrzeuge aus. Die Bilanz wurde jedoch durch eine Werksschließung aufgrund der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Selbst wenn Tesla den neuen Rekord verfehlen sollte, wären die Auslieferungszahlen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen immer noch beeindruckend.

Quelle: Electrek – Tesla: Elon Musk says ‚record deliveries possible‘ in leaked employee email

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

Autoländer warnen vor „irreversiblen Schäden“ für die Automobilindustrie

Autoländer warnen vor „irreversiblen Schäden“ für die Automobilindustrie

Daniel Krenzer  —  

Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen fordern mehr Schutz für die Automobilindustrie, günstigeren Ladestrom und flexiblere CO₂-Vorgaben.

T&E: Chinesische und US-Hersteller könnten ein Viertel des europäischen E-Lkw-Markts erobern

T&E: Chinesische und US-Hersteller könnten ein Viertel des europäischen E-Lkw-Markts erobern

Tobias Stahl  —  

Europäische Hersteller könnten bis 2030 rund ein Viertel des hiesigen Markts für schwere E-Lkw an Hersteller aus China und den USA verlieren, warnt T&E.

350.000 Zuliefererjobs in Europa bis 2030 gefährdet

350.000 Zuliefererjobs in Europa bis 2030 gefährdet

Sebastian Henßler  —  

Der VDA erwartet bis 2035 den Verlust von 125.000 weiteren Autojobs in Deutschland und verweist auf hohe Energiekosten sowie fehlende Reformen.

USA: Öffnet Trump die Tür für chinesische Hersteller?

USA: Öffnet Trump die Tür für chinesische Hersteller?

Tobias Stahl  —  

Kurz vor einem geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping sorgt US-Präsident Trump mit überraschender Offenheit für Kritik aus Reihen der US-Hersteller.

Nachhaltiger Verkehr als Schlüssel für Afrikas Wohlstand

Nachhaltiger Verkehr als Schlüssel für Afrikas Wohlstand

Michael Neißendorfer  —  

Expertinnen und Experten von 50 Organisationen aus Afrika gestalten Strategien für ein zukunftsfähiges Verkehrssystem.

Studie: Management-Arroganz treibt Niedergang der Autobranche

Studie: Management-Arroganz treibt Niedergang der Autobranche

Michael Neißendorfer  —  

In Bezug auf die Aussichten der deutschen Automobilindustrie geben sich mehr als 500 Manager alles in allem recht pessimistisch.

Wegen guter E-Auto-Absätze: Kfz-Gewerbe korrigiert Prognose

Wegen guter E-Auto-Absätze: Kfz-Gewerbe korrigiert Prognose

Tobias Stahl  —  

Der ZDK rechnet für 2026 mit einem spürbaren Wachstum bei Elektroautos. Die Gesamtlage im Kfz-Gewerbe bleibt aber dennoch angespannt.