Subaru: Klarer Fokus auf die USA und zumindest bedingt auf Elektrifizierung

Subaru: Klarer Fokus auf die USA und zumindest bedingt auf Elektrifizierung
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Das erste Elektroauto von Subaru soll Solterra heißen, wie der Hersteller mitteilt. Der kompakte, batterieelektrische SUV im C-Segment, den Subaru gemeinsam mit Toyota entwickelt, soll 2022 beziehungsweise 2023 in den Handel kommen. Doch danach geht es eher schleppend in puncto E-Mobilität weiter. Auch, wenn der Hersteller nun ein Millionen schweres Investment in Richtung Elektromobilität tätigt.

Subaru kündigte an, ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum zu bauen, um im Segment der vollelektrischen Fahrzeuge konkurrenzfähiger zu werden. So soll die Subaru Corporation 272,2 Millionen Dollar in den Bau eines neuen siebenstöckigen technischen Zentrums an ihrem Produktionsstandort in der Präfektur Gunma nördlich von Tokio investieren. Die neue Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die im Frühjahr 2024 eröffnet wird, wird rund 2.800 Mitarbeiter aus den Bereichen Technik, Produktplanung und Design beschäftigen, um die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Subaru geht den globalen Wettlauf um die Elektromobilität langsam an und sagt, dass man den Produktentwicklungsprozess beschleunigen und die Flexibilität verbessern wird, wenn die Branche auf elektrifizierte Fahrzeuge umsteigt.

Der Solterra wird das erste Fahrzeug der Japaner sein, das auf der e-Subaru Global Platform für Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV) aufbaut. Zu den technischen Daten hat sich Subaru bislang noch nicht geäußert. Spekulationen zufolge sei mit gut 200 kW Leistung und einer Reichweite von etwa 500 Kilometern zu rechnen. Berichten von Subaru zufolge werden die Händler in Kalifornien den Solterra zuerst bekommen, ebenso wie Massachusetts, New Jersey, Connecticut, Washington State und Washington DC, Vermont, New York, Maine, Rhode Island, Oregon, Pennsylvania, Maryland, Delaware und Colorado.

Subaru gibt zu verstehen, dass bis 2030 mindestens 40 Prozent der eigenen weltweiten Verkäufe batterieelektrische Fahrzeuge oder Hybrid-Elektro-Modelle sein werden. In der ersten Hälfte der 2030er Jahre werden alle weltweit verkauften Subaru-Fahrzeuge über eine Form der Elektrifizierungstechnologie verfügen. Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen der weltweit verkauften Neuwagen im Vergleich zu 2010 um mindestens 90 Prozent reduziert werden.

Subaru konzentriert sich dabei auf den US-amerikanischen Markt, auf dem rund 71 Prozent seiner Fahrzeuge weltweit verkauft werden. Subaru sagt: „Wir wollen unseren Marktanteil halten und ausbauen, indem wir unser Geschäftsmodell mit Mehrwert weiterentwickeln. Wir streben einen Marktanteil von fünf Prozent in unserem Schlüsselmarkt USA an.“

Quelle: TorqueNews – After Solterra Subaru Says They Are Now Ramping Up New EV Development

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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