Stellantis testet Festkörperbatterie im Dodge Charger Daytona

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Stellantis

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Stellantis und das US-amerikanische Batterieunternehmen Factorial haben einen weiteren Schritt in der Entwicklung von Festkörperbatterien für den Automobilbetrieb vollzogen. Erstmals wurde die FEST-Technologie (Factorial Electrolyte System Technology) von Factorial in ein Dodge Charger Daytona-Entwicklungsfahrzeug integriert. Parallel dazu haben beide Unternehmen ein Testprogramm auf öffentlichen Straßen gestartet, das Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Technologie unter realen Bedingungen überprüfen soll.

Die Basis für diesen Schritt legten Ergebnisse aus dem Jahr 2025, als Stellantis und Factorial FEST-Zellen mit einer Energiedichte von 375 Wh/kg präsentierten. Die Zellen sollen sich in 18 Minuten von 15 auf 90 Prozent laden lassen und in einem Temperaturbereich von minus 30 bis plus 45 Grad Celsius zuverlässig funktionieren. Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer bei Stellantis, betonte, dass es bei der Entwicklung nicht darum gehe, einzelne Parameter zu verbessern: „Wir brauchen ein System, das echte Vorteile für echte Fahrzeuge bietet.“

Die Integration der Festkörperzellen in das bestehende Batteriepack des Entwicklungsfahrzeugs erforderte eigens entwickelte technische Lösungen. Stellantis-Ingenieure entwickelten dafür eine neu patentierte mechanische Architektur, die die Zellen in das vorhandene Pack-Design einbindet. Hinzu kamen Anpassungen an Steuerungssystemen und der Packstruktur, um die Zelleigenschaften unter den Anforderungen des Fahrzeugbetriebs nutzbar zu machen.

Weg von der Zelle zum fahrenden Fahrzeug

Das nun gestartete Testprogramm soll Daten zur Batterieleistung unter realen Fahr- und Ladebedingungen liefern. Gleichzeitig dient es der weiteren Kalibrierung und der Überprüfung der Fahrzeugsicherheit. Curic verwies auf die Kompatibilität der FEST-Technologie mit bestehenden Lithium-Ionen-Fertigungsprozessen als einen wesentlichen Vorteil für die spätere Skalierung.

Factorial-CEO Siyu Huang beschrieb den Meilenstein als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit über alle Entwicklungsebenen hinweg: „Was wir gemeinsam aufgebaut haben, von der Zellchemie bis zur Batteriearchitektur, um realistische Straßentests zu ermöglichen, ist genau die Art von 360 Grad Zusammenarbeit, die Festkörperbatterien seit jeher erfordern.“ Das Entwicklungsfahrzeug basiert auf der STLA Large-Plattform von Stellantis, auf der auch der Dodge Charger Daytona als Serienfahrzeug aufbaut.

Die aktuellen Straßentests sind Teil einer bereits angekündigten Demonstrationsflotte beider Unternehmen. Die Partnerschaft zwischen Stellantis und Factorial läuft seit mehreren Jahren; die Industrialisierung der Festkörperbatterietechnologie für den Serieneinsatz steht weiterhin aus.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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