Das chinesische Batterieunternehmen Svolt Energy plant, bis September hybride Semi-Solid-State-Batterien in Serie zu produzieren. Diese sollen zu den Kosten von herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus hergestellt werden und als Übergangstechnologie dienen, bis Feststoffbatterien (sogenannte Solid-State-Batterien) massentauglich sind.
Die Batterietypen unterscheiden sich in der Beschaffenheit ihrer Elektrolyte. Während herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus derzeit flüssige Elektrolyte nutzen, um Ionen zwischen Kathode und Anode zu transportieren, verwenden Feststoffbatterien ausschließlich feste Elektrolyte. Semi-Solid-State-Batterien sind eine Zwischenlösung, wobei das Elektrolyt sowohl aus flüssigen als auch festen Materialien besteht.
Feststoffbatterien sind besondere Hoffnungsträger der Batterieentwicklung, da sie zahlreiche Vorteile im Vergleich zu anderen Technologien bieten. Durch eine höhere Energiedichte können sie beispielsweise höhere Reichweiten bei Elektroautos ermöglichen und gelten als sicherer. Einige dieser Vorteile sind bereits bei Semi-Solid-State-Batterien gegeben: So sei die Sicherheit der nun serientauglichen Svolt-Batterien verbessert, wie Yang Hongxin, Vorsitzender und CEO von Svolt, mitteilte.
Während Feststoffbatterien für die Kommerzialisierung und Massenproduktion noch einige Hürden überwinden müssen, könnten Semi-Solid-State-Batterien die Marktlücke vorerst schließen. Yang rechnet damit, dass die Technologie eine groß angelegte Markteinführung erleben wird. 2026 soll das erste Jahr werden, in dem sie sich weit verbreiten. Bis Ende September sollen mehrere Fahrzeugmodelle mit Semi-Solid-State-Batterien ausgestattet werden und bis dahin soll auch die Batterieversion mit 100 Kilowattstunden von Svolt in die Serienproduktion gehen.
In China hat man die englische Terminologie für Batterien angepasst: Um Verwechslungen mit Festköperbatterien, also Solid-State-Batterien, zu vermeiden, hat man anstelle von Semi-Solid-State-Batterien den Begriff der hybriden Fest-Flüssig-Batterie eingeführt und standardisiert.
Batterieentwicklung in China
Auch andere Hersteller arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Batterietechnologie zu verbessern. Unternehmen wie CATL und BYD streben an, im Jahr 2027 mit der Produktion von Festkörperbatterien zu beginnen, jedoch im kleinen Rahmen. Bei ihnen handelt es sich um absolute Batteriegiganten: CATL belegte mit einem Marktanteil von über 46 Prozent weltweit den ersten Platz, während BYD mit über 16 Prozent den zweiten Platz einnahm.
Mit einem Marktanteil von 1,83 Prozent landet Svolt Energy deutlich dahinter auf dem zehnten Platz. Es war ursprünglich ein Tochterunternehmen von Great Wall Motors (GWM) und begann 2012 mit der Forschung an und Entwicklung von Antriebsbatterien. Im Februar 2018 wurde Svolt von GWM ausgegliedert, um sich auf Batteriematerialien, Zellen, Batteriemanagementsysteme (BMS) und Speichertechnologien der nächsten Generation zu konzentrieren.
Quelle: CnEVPost – Svolt plans to mass-produce hybrid solid-liquid batteries by September at liquid battery costs









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