Stellantis eröffnet Batteriezentrum in Turin

Stellantis eröffnet Batteriezentrum in Turin
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Stellantis hat heute die Eröffnung seines ersten Batterietechnologie-Zentrums in Mirafiori, Turin, bekannt gegeben. Das in Mirafiori angesiedelte Zentrum, das mit einer Investition von 40 Millionen Euro errichtet wurde, wird sich auf das Design, die Entwicklung und das Testen von Batteriepacks, Modulen, Hochspannungszellen und Software konzentrieren. Diese Technologien sollen die zukünftigen Elektroautos von Stellantis antreiben.

Mit dieser Einrichtung positioniert sich Stellantis an der Spitze der Batterietechnologie in Italien und gehört zu den führenden Unternehmen in Europa, wie das Unternehmen in seiner Mitteilung kundtut. Das Zentrum werde von über 100 Fachleuten betrieben, von denen viele von Stellantis ausgebildet wurden. Sie sollen eine Vielzahl von Tests und Entwicklungen durchführen, darunter klimatische Belastungstests, Lebensdauertests und die Entwicklung von Batteriemanagementsystemen. Darüber hinaus sollen sie den Verschleiß von Akkus und Zellen für Analysen und Benchmarking überwachen.

Ein weiteres Detail ist, dass Stellantis auch in Windsor, Ontario, ein Batterietechnologiezentrum errichtet. Dies ist Teil eines globalen Netzwerks zur Batterieentwicklung und -produktion, das sechs Gigafactories umfasst. Ned Curic, Chief Engineering and Technology Officer von Stellantis, betonte die Bedeutung des neuen Zentrums. Er erklärte, dass die Einrichtung in Mirafiori über die notwendigen Ressourcen und qualifizierten Mitarbeiter verfüge, um erstklassige Produkte zu entwickeln und zu testen. Diese Produkte sollen dazu beitragen, die Einführung von Elektroautos weltweit zu beschleunigen.

Das Engagement von Stellantis für Italien und seine Mitarbeiter wird durch die Eröffnung des Batterietechnologiezentrums in Mirafiori weiter gestärkt. Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie zur Entwicklung von Batterie-Elektroautos, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Ein wichtiger Aspekt dieser Strategie ist die vertikale Integration von EV-Batteriepacks, von der Konzeption über die Entwicklung bis hin zur Produktion.

Das Batterietechnologie-Zentrum in Mirafiori erstreckt sich über drei Ebenen und bietet eine Fläche von 8.000 Quadratmetern. Es verfügt über 32 Klimaprüfkammern, von denen 24 für Batteriepacks und acht für Zellen vorgesehen sind. Diese Kammern können Temperaturen von -40 °C bis +60 °C simulieren, was für umfassende Tests unerlässlich ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Technologiezentrums ist das Stromversorgungssystem, das für zukünftiges Wachstum ausgelegt ist. Es kann Spannungen von bis zu 1,2 kV und Leistungen von bis zu 2,2 MW pro Prüfzelle bewältigen.

Stellantis hat ehrgeizige Ziele für die Zukunft. Im Rahmen seines Strategieplans „Dare Forward 2030“ plant das Unternehmen, bis 2030 in Europa 100 Prozent batteriebetriebene Personenkraftwagen und in den USA 50 Prozent batteriebetriebene Pkws und Nutzfahrzeuge zu verkaufen. Um diese Ziele zu erreichen, wird das Unternehmen von sechs Batterie-Gigafactories in Nordamerika und Europa unterstützt.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 08.09.2023

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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