Škoda eröffnet neue Montagehalle für Batteriesysteme

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Škoda

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

Škoda investiert 205 Millionen Euro in den Ausbau der Batterieproduktion in Mladá Boleslav und wird damit zum größten Hersteller von Batteriesystemen für Elektroautos im Volkswagen-Konzern. Diese Eröffnung der neuen Montagehalle ist Teil der Gesamtbatteriestrategie von VW, die eine ausgewogene Balance zwischen der internen und externen Lieferung von Batteriezellen und -systemen anstrebt, um maximale Flexibilität und einen kontinuierlichen Zugang zu Innovationen, Technologien und Lieferketten zu erreichen, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung.

Gleichzeitig ist das Škoda-Stammwerk nun der erste Standort des Volkswagen-Konzerns in Europa, an dem Cell-to-Pack-Batteriesysteme für den Einsatz in elektrischen Volumenfahrzeugen hergestellt werden. Eine Tagesproduktion von mehr als 1100 Cell-to-Pack-Batteriesystemen und bis zu 335.000 Einheiten pro Jahr sollen die Einführung neuer Technologien in enger Zusammenarbeit mit dem ‚Center of Excellence Battery‘ von Volkswagen Group Technology beschleunigen.

Die Eröffnung soll sowohl die Rolle von Škoda als Komponentenhersteller innerhalb der Brand Group Core als auch die Position der Tschechischen Republik als Automobilstandort stärken, mit Škoda als zentraler Triebkraft für die Elektromobilität in Europa. An der Eröffnungsfeier nahmen der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš, der Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček, Thomas Schäfer als Vorsitzender des Škoda-Aufsichtsrats, Mitglied des Vorstands der Volkswagen-Gruppe und CEO der Marke Volkswagen sowie Mitglieder des Vorstands von Škoda Auto teil.

VW-Chef Schäfer betont: „Mit dieser Investition wird Škoda zum größten Hersteller von E-Auto-Batteriesystemen innerhalb des Volkswagen-Konzerns und zu einer zentralen Säule unserer Elektrifizierungsstrategie. Das Werk in Mladá Boleslav arbeitet im industriellen Maßstab und stärkt die europäische Batterie-Wertschöpfungskette. Das Know-how, die Effizienz und der einzigartige Geist von Škoda machen das Unternehmen zu einem wichtigen Motor für die Transformation unserer Brand Group Core.“

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für Škoda Auto und unser Engagement für die Dekarbonisierung der gesamten Wertschöpfungskette“, ergänzt Klaus Zellmer, CEO von Škoda Auto. Die Senkung von Emissionen geht ihm zufolge weit über das Fahrzeug selbst hinaus und umfasse auch die Beschaffung, die Produktion und den Energieverbrauch. So stelle der Hersteller auch seine Standorte auf umweltfreundlichere Energie um, einschließlich der Umrüstung des zentralen Kraftwerks von Kohle auf Biomasse. „Dadurch werden die Emissionen bis 2027 um rund 274.000 Tonnen CO₂ reduziert“, so der Škoda-Chef.

Erster Standort des Volkswagen-Konzerns in Europa für Cell to Pack-Batteriesysteme

Mit dieser Erweiterung wird der tschechische Automobilhersteller zum größten Produzenten von E-Auto-Batteriesystemen im Volkswagen-Konzern und zu einem Motor der Elektromobilität in Europa. Die in der neuen Batterieproduktionshalle hergestellte Cell to Pack-Batterie ist für den Einsatz in Elektroautos mit hohen Stückzahlen konzipiert und soll sich durch Langlebigkeit, vereinfachte Fertigung und Kosteneffizienz auszeichnen. Durch das vollständige Insourcing des Cell-to-Pack-Prozesses, die Verwendung standardisierter Zellen und die Einführung der LFP-Chemie sowie weitere Maßnahmen hat Škoda laut eigener Aussage eine Senkung der Batteriekosten um 30 Prozent gegenüber den aktuellen MEB-Batterien erreicht.

Die Erweiterung unterstreicht außerdem die Rolle von Škoda als Komponentenhersteller innerhalb der Brand Group Core und ermöglicht es den Tschechen künftig, bis zu 200.000 Elektroautos pro Jahr in ihrem Stammwerk zu produzieren. Škoda investiert 205 Millionen Euro in die neue 55.000 m² große Anlage, die in weniger als einem Jahr gebaut wurde. Die Produktionshalle, die eine Taktzeit von 60 Sekunden ermögliche, verfügt über einen Automatisierungsgrad von 84 Prozent sowie mehr als 130 Roboter und dient auch als Kompetenzzentrum. In ihr werden innovative Fertigungstechniken eingeführt, die den gesamten Prozess abdecken: von der Handhabung und Vorbereitung der Zellen über das ‚Stacking‘ (Stapeln der Elektrodenblätter und Separatoren) und Präzisionsschweißen bis hin zur Endmontage.

Quelle: Škoda – Pressemitteilung vom 26.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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