Skoda baut Elektroauto-Angebot aus und kürzt Jobs

Skoda baut Elektroauto-Angebot aus und kürzt Jobs
Copyright:

Škoda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Skoda plant, seine Elektroauto-Palette zu erweitern und gleichzeitig Arbeitsplätze abzubauen. Ziel ist es, den Absatz um acht Prozent zu steigern und die Kosten zu senken, wie Automotive News Europe berichtet. Skoda CEO Klaus Zellmer betont demnach, dass der Unternehmenserfolg auf einer breiten Modellpalette und geringen Fixkosten basiert. Um die Wirtschaftlichkeit weiter zu verbessern, soll die Belegschaft um 15 Prozent schrumpfen. Laut Zellmer soll dies nach und nach durch natürliche Fluktuation erfolgen.

Das Unternehmen erwäge zudem, den Octavia als Elektroauto auf den Markt zu bringen. Bisher besteht das Angebot aus dem Enyaq, Enyaq Coupé und dem soeben vorgestellten kompakten Crossover Elroq. Zellmer sieht eine vollelektrische Version des Octavia als sinnvolle Ergänzung. Neben dem E-Modell soll auch eine Plug-in-Hybrid-Variante folgen. Diese Entscheidung bedeutet eine Neuausrichtung. Skoda hatte ursprünglich eine kleinere Elektroauto-Option ins Auge gefasst, basierend auf dem VW ID.1. Medien berichten, dass das Unternehmen davon Abstand genommen haben soll, da ein Nachfolger des Citigo-e nur wenig profitabel wäre.

Laut Zellmer erzielen Elektroautos derzeit geringere Gewinne als Verbrenner. Der Elroq kostet ähnlich viel wie der Karoq mit Benzin- oder Dieselmotor, bringt aber niedrigere Margen. Skoda plant für 2025 den Verkauf von über einer Million Autos, was einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Neben Europa liegt der Fokus verstärkt auf Indien und Vietnam, um die Abhängigkeit vom europäischen Markt zu verringern.

Besonders Indien bietet großes Potenzial. Dort hat Skoda kürzlich den Kylaq vorgestellt, ein speziell für diesen Markt entwickeltes Kompakt-SUV. Es wird lokal produziert und bedient das stark nachgefragte Segment für Autos unter vier Metern Länge, das in Indien fast die Hälfte der Verkäufe ausmacht. Zusätzlich arbeiten VW und Skoda an einem erschwinglichen Elektroauto für das Land. Der Preis soll unter 20.000 Euro liegen. Dies ist Teil eines Konzernprojekts zur Entwicklung kostengünstiger E-Modelle.

Auch in Vietnam steht ein Ausbau an. Skoda nimmt dort eine neue Produktionsstätte in Betrieb. Zunächst startet die Fertigung des kompakten SUVs Kushaq, später folgt die Limousine Slavia. Durch diese Maßnahmen will Skoda neue Märkte erschließen, die Produktpalette erweitern und gleichzeitig Kosten senken. Der geplante Stellenabbau ist Teil dieser Strategie, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Quelle: Automotive News Europe – Skoda to cut workforce amid costly EV push

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Škoda Elektroautos

Jeder dritte Škoda in Europa fährt elektrisch

Jeder dritte Škoda in Europa fährt elektrisch

Maria Glaser  —  

Die Auslieferungen verzeichneten in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 ein Wachstum um 6,1 Prozent mit einem signifikanten Anteil von E-Autos in Europa.

Škoda Epiq Sportline startet Ende Oktober in den Verkauf

Škoda Epiq Sportline startet Ende Oktober in den Verkauf

Sebastian Henßler  —  

Škoda erweitert sein Einstiegs-SUV mit Elektroantrieb um die Sportline-Variante. Sie bietet 99 oder 155 Kilowatt Leistung und glänzend schwarze Akzente.

Škoda Peaq 90x im Fahrbericht: Viel Platz für die Familie

Škoda Peaq 90x im Fahrbericht: Viel Platz für die Familie

Stefan Grundhoff  —  

Der Škoda Peaq 90x bietet viel Platz für Familie und Freizeit. Im Fahrbericht überzeugen Raumgefühl, Allradantrieb und mehr als 600 Kilometer Reichweite.

Bestellstart für den neuen Škoda Epiq 40

Bestellstart für den neuen Škoda Epiq 40

Michael Neißendorfer  —  

Der Einstieg ins vollelektrische Škoda Portfolio ist jetzt ab 27.900 Euro möglich. Und bald wird es nochmals günstiger.

Volvo Cars: Škoda-Chef Klaus Zellmer wird neuer CEO

Volvo Cars: Škoda-Chef Klaus Zellmer wird neuer CEO

Sebastian Henßler  —  

Volvo Cars hat Klaus Zellmer zum neuen CEO berufen. Der bisherige Škoda-Chef soll das Amt spätestens zum 1. Oktober 2027 übernehmen und Samuelsson ablösen.

Warum Škoda dem VW-Konzern seinen Erfolg verdankt

Warum Škoda dem VW-Konzern seinen Erfolg verdankt

Sebastian Henßler  —  

Während viele europäische Autohersteller sparen müssen, wächst Škoda deutlich schneller als der Markt und baut seinen Anteil in Europa spürbar weiter aus.

Fahrbericht Škoda Epiq 55: Gut, aber nicht gerade günstig

Fahrbericht Škoda Epiq 55: Gut, aber nicht gerade günstig

Stefan Grundhoff  —  

Als elektrischer Zwilling des VW ID Cross bringt der Skoda Epiq 55 bewährte Konzerntechnik ins Einsteigersegment, allerdings zu einem stattlichen Preis.