Großes Vorkommen an Seltenerdmetallen in Schweden entdeckt

Großes Vorkommen an Seltenerdmetallen in Schweden entdeckt
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Iris Martinz
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  —  Lesedauer 2 min

Es ist eine erfreuliche Nachricht für die europäische Industrie, auch wenn sie auf die Produktion von Elektroautos – entgegen der medialen Meinung – wahrscheinlich nur wenig Einfluss haben wird: in Schweden wurde ein bedeutendes Vorkommen an Seltenerdmetallen entdeckt. Diese gar nicht so seltenen Metalle – vorwiegend Neodym – stecken überall drinnen, wo starke Magnetfelder benötigt werden, also beispielsweise in den Elektromotoren in Elektroautos. Die überwiegende Menge allerdings wird für Elektronikprodukte oder Windkraftanlagen genutzt. Das neu entdeckte Vorkommen könnte jedenfalls die Abhängigkeit von chinesischen Zulieferern, die aktuell bis zu 90 Prozent des Jahresbedarfs an Neodym decken, senken. Lithium zählt übrigens nicht zu den Seltenerdmetallen.

Das staatliche schwedische Berbauunternehmen LKAB meldete nach erfolreicher Exploration ein Vorkommen von mehreren Millionen Tonnen der Seltenerdoxide in der Gegend von Kiruna, der nördlichsten Stadt in Schweden. Dabei soll es sich um die größte bekannte Lagerstätte dieser Art in Europa handeln, auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, wie groß das Vorkommen tatsächlich ist. Unklar ist auch, welche Metalle das Gestein tatsächlich enthält. Das Vorkommen könnte aber ausreichen, um einen Großteil des künftigen Bedarfs an Magneten in der EU zu decken. Die Entdeckung könnte daher „ein wichtiger Baustein für die Produktion der kritischen Rohstoffe werden, die für den grünen Übergang absolut entscheidend sind„, so der Vorstandschef von LKAB, Jan Moström.

Bis in Nordschweden tatsächlich Seltenerdmetalloxide abgebaut werden, wird es aber noch dauern: noch 2023 will man die Abbauzulassung beantragen, das Genehmigungsverfahren wird aber mindestens zehn bis 15 Jahre in Anspruch nehmen. Dennoch gibt man sich in Schweden sehr zuversichtlich: „Schweden ist buchstäblich eine Goldmine„, erklärte die schwedische Energieministerin Ebba Busch im Rahmen einer Veranstaltung in der Mine. Im nächsten Schritt wird sich die LKAB von der bestehenden Eisenerzmine aus durch weitere Grabungen in einer Tiefe von 700 Metern in Richtung des nach dem schwedischen Mineralogen Per Geijer benannten Vorkommens vorarbeiten. Erst wenn alle Herausforderungen im Zusammenhang mit der Landnutzung und den Auswirkungen der Entwicklung der Mine gelöst seien, könne man einen Umweltprüfungsantrag stellen.

Quelle: electrive.net – Großes Vorkommen an Seltenen Erden in Schweden entdeckt

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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