Schweiz: E-Autos 2023 mit 31 Prozent im Plus

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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Jahreswechsel heißt: Zeit für einen Blick auf die Zulassungszahlen des Vorjahres, diesmal schauen wir auf die Schweiz. Auch dort erfreuen sich Elektroautos steigender Beliebtheit. 2023 war jeder fünfte Neuwagen in der Schweiz komplett elektrisch: 20,9 Prozent aller Neufahrzeuge, insgesamt 52.724 Stück, waren reine Elektroautos, die im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zugelegt haben. Der befürchtete Rückgang bei den Neuzulassungen von Elektroautos ist also in der Schweiz bisher noch nicht eingetreten.

Bei 9,2 Prozent aller Neuzulassungen, bzw. 23.128 Modelle, handelte es sich um Plug-in-Hybride, ein Plus gegenüber 2022 von 23,6 Prozent. Hybridfahrzeuge ohne Stecker waren mit 27,3 Prozent bzw. 68.916 Neuzulassungen die zweitbeliebteste Antriebsart, kurz hinter Benzinern (33,2 Prozent / 83.858 Zulassungen). Dieselfahrzeuge reihen sich mit 9,3 Prozent (23.448 Zulassungen) knapp vor Plug-in-Hybriden ein.

Betrachtet man einzelne Modelle, führt wie schon im Vorjahr das Tesla Model Y das Ranking an. Mit 6173 Zulassungen war der rein elektrische Crossover gleichzeitig das über alle Antriebsarten hinweg beliebteste Neufahrzeug in der Schweiz. Auf Rang 2 kommt der Skoda Enyaq mit 5159 Zulassungen, Nummer 3 auf dem Treppchen ist der Audi Q4 e-tron. Die Top Ten komplettieren: VW ID.3, Cupra Born, Volvo XC40, VW ID.4, Fiat 500e, Tesla Model 3 und der Mercedes-Benz EQA.

Elektroauto-Neuzulassungen-Schweiz
ivz-opendata

Erstmals finden sich mit dem Tesla Model Y und dem Skoda Enyaq gleich zwei Elektroautos an der Spitze der Schweizer Verkaufslisten. Beide Modelle liegen vor den Spitzenreitern aus den Jahren zuvor, wie etwa dem Skoda Octavia, Audi Q3 oder dem VW Tiguan.

Die Datenquelle sind die offiziellen Zahlen von ASTRA-IVZ Opendata, mit Dank an Christoph Schreyer, Leiter Sektion Energieeffizienter Verkehr beim Schweizer Bundesamt für Energie, der in einem LinkedIn-Post darauf aufmerksam gemacht hat.

Quelle: ivz-opendata – Fahrzeug-Neuzulassungen Schweiz

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Frank:

Es kommt in der Regel zu parasitäre unumkehrbare chemische Reaktionen bei höheren Temperaturen, deshalb sollten die Akkus nicht über 80% geladen werden und im Schatten geparkt werden.

R. D.:

VW hat viele Modelle auf der MEB Plattform, Tesla verkauft praktisch nur zwei Modelle (S & X sind kaum erwähnenswert). Zudem war VW Jahrzehnte lang praktisch unantastbar in der Schweiz, somit sind die Verkaufszahlen von Tesla in der Schweiz mehr als bemerkenswert.

Läubli:

Glaubst du echt, diese Temperaturunterschiede hätten eine massgebende Auswirkung auf die Akkualterung…. also sorry, aber an deinen letzten Worten oben zweifle ich die Stimmigkeit wirklich an!

Läubli:

Wenn du meinst… wenn wir uns aber fiktiv mal vorstellen, dass die Schweiz das „Tessin“ von Deutschland wäre und also zu Deutschland gehören würde… hätte dann deine These noch Gültigkeit? Es würde aber an der Sache nichts ändern, als dass sich die „Tessiner“ vehement gegen die Regierung erheben würden und eine viel bessere Politik erstellen könnten und das auch machen würden. Schade um Deutschland, vor allem aber um dessen Entscheider, die zu nichts fähig zu sein scheinen und gerade alles falsch machen. Sorry, Schweizer sind nicht bevorteilt, wie du das meinst… aber die haben was auf dem Kasten! :)

PS: die Temperaturen sind nicht so hoch?? …was soll das bedeuten?

Läubli:

Ja, der Schweizer kann klar denken und rechnen. Der Schweizer lässt sich auch nicht von so leichtfertigen Förderungen a la Deutschland irreführen – die Deutschen Entscheider haben einfach absolut nichts verstanden, wie man solche Dinge angeht. Die sollten ein echtes Studium machen oder den Verstand besser walten lassen. Wenn man als Schweizer über die nördliche Grenze guckt… kommt einem so oft das Schaudern.

Läubli:

Man kann langsam erkennen, die Schweizer haben begriffen, um was es geht. Jetzt müssen die Hersteller, ausgenommen nur Tesla, schnellstens noch übersichtliche Ladekarten und Preise für alle anbieten, dann kann es weitergehen. Sonst schadet das der E-Mobilität sehr schnell und der Hype neben, nicht mit Tesla, hat ein Ende.

Frank:

Es geht doch um die Alterung der Batterie nicht um die Reichweite und ich habe nicht den Durchschnittstemperatur der Schweiz genommen sondern der Mittelschweiz, ich bin doch nicht doof.

Jakob Sperling:

Grafik zeigt ca. 8’000 Tesla BEV und ca. 12’500 VW MEB BEV.
Die Präferenz der Schweizer scheint klar.

Smartino:

Dafür ist die Schweiz bergig, es geht oft rauf und runter, und das kostet auch Energie und drückt auf die Reichweite.
Und natürlich ist es in höheren Lagen kühler, das senkt die Durchschnittstemperaturen. Aber im Flachland ist es oft heisser als in D., weil die Schweiz südlicher liegt.

Frank:

Die Informationen kommen nicht von mir, sondern von de.Statita und Meteoschweiz, ich kann keine Fehler erkennen und wüste nicht warum die Daten wie Du behauptest falsch sind, aber danke für den Hinweis ich werde diese Institute nicht mehr verwenden. Also hat Holger recht ?

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