Scania will wertvolles Northvolt-Wissen in Europa halten

Scania will wertvolles Northvolt-Wissen in Europa halten
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Daniel Krenzer
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Der schwedische Lkw-Hersteller Scania hat offenbar Interesse, das Batterie-Labor des insolventen und ebenfalls schwedischen Batterie-Herstellers Northvolt zu kaufen. Damit könnte das dort erarbeitete wertvolle Wissen in Europa verbleiben. Das berichtet das Manager Magazin unter Berufung auf die Financial Times. Demnach bestätigte Scania-Geschäftsführer Christian Levi, dass er sich mit anderen Investoren inklusive der schwedischen Regierung und der EU-Kommission in Gesprächen befinde, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung Northvolt Labs zu kaufen. Das Unternehmen hatte zuvor bereits andere Teile von Northvolt übernommen.

Seit 2021 hatte der insolvente Batteriehersteller etwa eine Dreiviertel Milliarden Euro in das Labor investiert, um die Batterieentwicklung voranzutreiben. Lange galt Northvolt als die europäische Hoffnung, sich im Batteriegeschäft von den übermächtigen chinesischen Wettbewerbern zu emanzipieren, doch das Unternehmen scheiterte. Auch in Schleswig-Holstein sollte eigentlich eine große Batteriefabrik entstehen. Northvolt Labs wird als die „Kronjuwelen“ des Unternehmens bezeichnet, 1100 Mitarbeiter forschen dort nicht nur an Batterien, sondern auch an Methoden an deren effizientem Recycling. Allerdings seien der Medienberichte zufolge auch die überbordenden Kosten des Labors dafür verantwortlich, dass das gesamte Unternehmen letztendlich Konkurs ging.

Schweden und EU sollen sich beteiligen

Ob es jedoch zur Übernahme kommen kann, ist aktuell noch völlig offen. Scania erhofft sich offenbar größere Zuschüsse von Schweden und der EU, doch darüber herrscht bislang wohl noch keine Einigkeit. Levi betonte indes, dass ein europäisches Festhalten an eigener Batterietechnik enorm wichtig sei, ach weil „die Lkw-Unternehmen in der EU ernsthaft Gefahr liefen, die für 2030 festgelegten Emissionsreduktionsziele zu verfehlen, weil es an Nachfrage nach Elektro-Lkw fehle“. 

Seitens Scania sieht man offenbar die Gefahr, dass ohne eigene Batterieentwicklung und entsprechende Rahmenbedingungen am Ende auch die europäischen Hersteller das Northvolt-Schicksal teilen könnten. „Wenn wir ein bestimmtes Verkaufsvolumen nicht erreichen, werden wir einfach zu teuer, und dann können wir weder in China noch in Südostasien konkurrieren“, stellte Levi fest. Derzeit betrage der Absatz an Elektro-Lkw nur ein Zehntel des angestrebten Wertes.

Quelle: Manager Magazin – Insolventer Batteriehersteller: Scania will Northvolt-Labor kaufen

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Daniel Krenzer

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Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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