Rivian hat mit der Testproduktion des R2 begonnen, dem bald der Start der Serienproduktion folgen soll. Der kalifornische Elektroautohersteller hat bisher keinen genauen Zeitpunkt für die Markteinführung des Crossover-Modells genannt, plant aber einen Verkaufsstart in der ersten Jahreshälfte.
In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X verkündete Rivian-CEO RJ Scaringe Mitte Januar, dass im Werk in Illinois die ersten Validierungsfahrzeuge vom Band gerollt seien. In dem Beitrag schrieb Scaringe zudem, man wolle „bald mit der Auslieferung an unsere Kunden zu beginnen“. Die Vorserienautos dienen der finalen Zertifizierung und sind der letzte Schritt, bevor die Serienproduktion starten kann. Demnach scheint Rivians ursprünglicher Zeitplan, den R2 im ersten Halbjahr herauszubringen, realistisch.
Für den kalifornischen Autobauer ist der R2 ein entscheidendes Modell, das auf die breite Masse abzielt und der Marke zum Durchbruch verhelfen soll. „Unser Ziel als Unternehmen ist es, viele Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu bauen, und der R2 ist der erste große Schritt auf dem Weg zu einem Hersteller, der Autos in dieser Größenordnung baut und verkauft. Und sein Preis ist dem des Model Y sehr ähnlich“, erklärte Scaringe mit Blick auf einen der wichtigsten Wettbewerber.
Der R2 ist für Rivian von zentraler Bedeutung, um die Rentabilität des Unternehmens zu steigern, wie Scaringe im Dezember gegenüber Automotive News äußerte. Der kalifornische Autobauer meldete für die ersten drei Quartale 2025 einen Nettoverlust von rund 2,9 Milliarden US-Dollar (ca. 1,7 Milliarden Euro). Für 2023 und 2024 lag der kombinierte Nettoverlust etwas über 10 Milliarden US-Dollar (ca. 8,5 Milliarden Euro).
Basisvariante zu erschwinglichem Preis erhältlich
Der R2 soll bei einem Verkaufspreis von etwa 45.000 US-Dollar (ca. 38.000 Euro) beginnen. Damit ist der kompakte Elektro-SUV nach Einschätzung von Aaron Bragman, Büroleiter der Verkaufsplattform Cars.com in Detroit, für die meisten Käufer nicht unerschwinglich, da der Durchschnittspreis für ein Neufahrzeug in den USA bei 48.000 US-Dollar (ca. 40.600 Euro) liege. Laut Rivian-CEO Scaringe soll der R2 schon in der Basisvariante zudem gut ausgestattet sein, etwa mit zwei Motoren und Allradantrieb. Er soll mit einer optionalen Batterie eine Reichweite von mehr als 300 Meilen (ca. 483 Kilometer) bieten und über eine hochwertige Innenausstattung mit viel Stauraum verfügen.
Der R2 soll laut dem Geschäftsführer nicht nur einen günstigeren Einstiegspreis als der R1T und der R1S haben, die bei 72.000 Dollar (ca. 60.883 Euro) starten. Mit dem neuen Modell will der Hersteller auch seine softwaredefinierte Plattform präsentieren und die Grundlage für zukünftige Modelle schaffen. Die Fahrzeugsoftware und die elektrische Architektur, die dem R2 zugrunde liegen, wurden von Rivians Joint Venture mit Volkswagen entwickelt und sollen die Basis für weitere Modelle bilden.
Für den R2 strebt Rivian laut CEO Scaringe eine Jahresproduktion von 175.000 Einheiten in seinem Werk in Normal im Bundesstaat Illinois an. Ein zweites Werk in Georgia befindet sich bereits im Bau und ist ebenfalls für die Produktion des R2 sowie für das günstigere Crossover-Modell R3 vorgesehen.
Quellen: Automotive News – Rivian readies R2 crossover, a Tesla Model Y rival, in key test of mass-market appeal / Electrive – Rivian R2: Steht der Launch des Elektro-SUV kurz bevor?






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