Rimac: Erste Jahresproduktion des E-Hypercars C_Two bereits ausverkauft

Rimac: Erste Jahresproduktion des E-Hypercars C_Two bereits ausverkauft
Copyright:

Rimac

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Die kroatische E-Auto-Edelschmiede Rimac Automobili treibt die für 2021 geplante Produktion des vollelektrischen Hyperautos C_Two voran. Dies scheint auch bitter nötig, denn die erste Jahresproduktion des Hypercars ist ausverkauft. Restlos. Und das obwohl die endgültige Serienversion des Stromers noch nicht vorgestellt wurde. Geschweige denn einen offiziellen Namen besitzt.

Trotz alledem hat Rimac angekündigt, dass die erste Jahresproduktion des C_Two verkauft ist. „Es ist zwar nicht ungewöhnlich, dass Hypercars ausverkauft sind, bevor sie in Produktion gehen. Aber das ist normalerweise nur bei etablierten Marken wie Ferrari der Fall“, so Mate Rimac, Gründer des gleichnamigen Unternehmens.

„Die Kunden sind sehr an dem Auto interessiert, wollen aber erst einmal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln – sie wollen es ausprobieren, bevor sie sich festlegen und die Bewertungen sehen. Wir sind ganz in diesem Sinne und haben die Kunden nie gedrängt, sich zu verpflichten, bevor sie das Auto ausprobiert haben.“ – Mate Rimac, Gründer Rimac Automobili

Mit dieser Aussage verweist er selbst auf die Tatsache, dass bisher nur eine überschaubare Anzahl an Menschen den C_Two tatsächlich fahren konnten. Unter anderem der F1-Weltmeister von 2016, Nico Rosberg. Der sich zudem direkt einen der Stromer gesichert hat. Doch wie ordnet man nun einen Ausverkauf der Jahresproduktion in absoluten Zahlen ein? Bei voller Auslastung rechnet Rimac damit, vier Autos pro Monat bauen zu können, aber da die Details noch ausgefeilt werden. Derzeit baut das Unternehmen drei Marketing-/Verkaufsautos, die für die Vorstellung der endgültigen Serienversion verwendet werden. Der Gründer selbst zeigt sich überzeugt davon, dass die Nachfrage deutlich höher ausfällt, als die 150 geplanten Einheiten, welche man auf die Straße bringen möchte.

„Woran ich Tag und Nacht arbeite, ist, sicherzustellen, dass das Auto so perfekt wie möglich ist und dass es alles hält, was wir versprochen haben. Wenn wir das hinbekommen – und es gibt keine Anzeichen dafür, dass wir das nicht schaffen – mache ich mir keine Sorgen über den Verkauf von 150 Einheiten.“ – Mate Rimac, Gründer Rimac Automobili

Der Rimac C_Two verspricht eine Höchstgeschwindigkeit von 412 km/h, sowie eine Sprintfähigkeit von 1,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Von 0 auf 161 km/h geht es gerade einmal in 4,3 Sekunden. Diese Leistungsdaten wurden vom Rimac Automobili Team zunächst als äußerst ehrgeizige Ziele festgelegt, doch durch den umfangreichen Entwicklungs- und Testprozess des Autos sind die Ingenieure zuversichtlich, dass die Ziele erreicht werden.

„Ich glaube wirklich, dass viele Leute sehr überrascht sein werden, was für ein Niveau an Technologie, Leistung, Komfort und Funktionen wir als neues Unternehmen mit begrenzten Ressourcen zusammenbekommen haben“, so Mate Rimac. „Das ist etwas, auf das ich nicht warten kann – und wir sind fast da….“

Quelle: TopGear – Rimac has sold out the first year of C_Two production

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.