Auftakt in eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft für Elektro-Antriebe

Auftakt in eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft für Elektro-Antriebe
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Die Rumpfachse wird auf das Transportsystems der Endmontage gelegt / Daimler Truck

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Das Forschungsprojekt ReDriveS („Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme“) startet in die Umsetzungsphase. Bestehend aus 25 geförderten Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft – ergänzt durch assoziierte Partner aus Forschung und Wirtschaft – ist ReDriveS eines der nationalen Leuchtturmprojekte im BMWE-Fachprogramm „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“, so das Öko-Institut in einer aktuellen Mitteilung.

Das Vorhaben zielt demnach darauf ab, ökonomisch tragfähige und ökologisch vorteilhafte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe zu entwickeln. Durch automatisierte Demontageprozesse, innovative Recyclingverfahren für Seltene-Erden-Magnete und den Einsatz digitaler Zwillinge sollen branchenübergreifende Grundlagen für eine nachhaltige Elektromobilität geschaffen werden.

ReDriveS adressiert drei zentrale Leitthemen der Mobilitätswende: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Systemfähigkeit. Im Fokus stehen dabei:

  • die Entwicklung automatisierter, robotergeführter Demontagesysteme für elektrische Achsantriebe,
  • Recyclingprozesse für Seltene-Erden-Magnete (NdFeB) und andere strategische Materialien, sowie
  • der Aufbau eines digitalen Ökosystems mit digitalen Zwillingen für herstellerübergreifende Datennutzung.

Das Projekt will maßgeblich zur Resilienz der Wertschöpfungskette in der Elektromobilität beitragen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, künftige Recyclingquoten zu erfüllen und den CO₂-Fußabdruck von Elektrofahrzeugen in Deutschland und Europa zu senken.

Koordiniert wird das Projekt von der Schaeffler AG. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Projektträgerschaft übernimmt die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH. ReDriveS hat ein Projektvolumen von mehr als 25 Millionen Euro bei über 16 Millionen Euro Gesamtförderung,

Zum offiziellen Auftakt in der vergangenen Woche trafen sich über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Konsortiums am Schaeffler Standort in Herzogenaurach, um den Start des Forschungsprojekts feierlich zu begehen. Mit seiner Kombination aus Automatisierung, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft will ReDriveS exemplarisch für die Transformation der deutschen Automobilindustrie stehen, hin zu nachhaltigen, datengetriebenen und ressourceneffizienten Produktionssystemen. Die Ergebnisse des Projekts sollen nach Abschluss in industrielle Anwendungen überführt und als Branchenlösung für Hersteller, Zulieferer und Recycler nutzbar gemacht werden.

Beteiligt am Projekt ReDriveS sind unter anderem Schaeffler AG, AVL Software and Functions GmbH, Circu Li-Ion, EKS InTec GmbH, FEV, FFT Produktionssysteme, Fraunhofer IPA, Fraunhofer LBF, Hochschule Pforzheim, LPKF Laser & Electronics SE, Lehrstuhl FAPS der FAU Erlangen-Nürnberg, MSG for Automotive, Öko-Institut, Robert Bosch GmbH, The Battery Lifecycle Company GmbH (BLC), TU Bergakademie Freiberg, TU Clausthal – IEVB, TU Clausthal – IGMR, Volkswagen AG.

Quelle: Öko-Institut – Pressemitteilung vom 16.01.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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