Range Rover Electric auf der Zielgeraden

Range Rover Electric auf der Zielgeraden
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Land Rover

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Prototypen des Range Rover Electric befinden sich derzeit in einer der schonungslosesten Klimazonen der Welt und werden intensiven Hitzetests ausgesetzt. Im Rahmen der Entwicklung des ersten vollelektrischen Range Rover sind die Vereinigten Arabischen Emirate das Testgelände für eine sengende Wüstenprüfung. Leistung und Effizienz des E-Autos werden dort einer harten Probe unterzogen, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. So werde sichergestellt, dass das gesamte Antriebssystem zuverlässig temperiert ist, um Langlebigkeit und eine optimale Reichweite zu erzielen.

Der Hersteller testet demnach sein neues, intelligentes Thermomanagement‑System in Prototypen des Range Rover Electric in den Vereinten Arabischen Emiraten bei schonungslosen Temperaturen von 50 °C und bis zu 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Von dynamischen Wüstenfahrten bis hin zu Stadtzyklen unter glühend heißer Sonne bleibe nichts unerforscht, um ein Maximum an Kundenkomfort und Fahrzeugleistung zu erreichen. Der Range Rover Electric übertreffe dabei alle bisher von Range Rover bei Wärmetests ermittelten Werte auf Sand. Trotz aller Herausforderungen in der Hitze wurde demnach die vorbildliche thermische Leistung während intensiver, langer Wüstenfahrten kontinuierlich aufrechterhalten.

Ein heißes Klima ist eine der größten Herausforderungen für jedes Elektroauto, da die Kabine gekühlt und gleichzeitig die Batterieleistung optimiert werden muss. Die zusätzliche Herausforderung des Fahrens auf Sand erfordert ein kontrolliertes Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten. „Unsere speziell entwickelten Traktionskontroll‑ und Wärmemanagementsysteme müssen harmonisch zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Leistungsabgabe nicht beeinträchtigt wird“, sagt Thomas Müller, Executive Director Product Engineering. Die Tests hätten gezeigt, „dass der Range Rover Electric in diesem Klima und bei wiederholten Fahrten über eine Strecke von 100 Metern bergauf auf feinem Sand die Leistung seiner Verbrenner‑Pendants erreicht und in
einigen Fällen sogar übertrifft – dank der Einführung dieser neuen Funktionen.“

Der Range Rover soll auch in seiner elektrischen Variante auf jedem Terrain überzeugen. Das intelligente elektrische Antriebssystem und die fortschrittliche Geländeanpassung des Range Rover zeigen auch in der Wüste – abseits befestigter Straßen der Metropole Dubai – die gewünschten Fahreigenschaften, so der Hersteller. Ein Beispiel seien die Tests im Herzen der Al Badayer‑Wüste von Schardscha, wo sich der Big Red inmitten safranfarbener Dünen erhebt. Die natürliche, 100 Meter hohe Dünenformation ist Dubais größter Wüstenberglauf. Alle Range Rover‑Fahrzeuge müssen die Steigung fünfmal ohne Leistungseinbußen bewältigen, bevor sie in die nächste Testphase kommen. Der Range Rover Electric habe diese Aufgabe mit Bravour gemeistert.

Die ideale Gewichtsverteilung und das fortschrittliche Fahrwerkssystem sorgen demnach dafür, dass der Range Rover Electric auch im Sand kontrolliert, stabil und gelassen fährt. Kompromisslose Traktionssysteme stellen ein sofortiges Drehmoment zur Verfügung, das schnelle Beschleunigung, gutes Ansprechverhalten und kultiviertes Fahren auch bei anspruchsvollen Strecken durch verschiedene Dünenformationen ermögliche.

Das neue, intelligente Drehzahlmanagement‑System des Range Rover Electric verteilt die Aufgabe des Schlupfmanagements der Räder direkt an jedes einzelne Steuergerät des Elektroantriebs. Dadurch werde die Reaktionszeit des Drehmoments an jedem Rad von etwa 100 Millisekunden auf nur 1 Millisekunde reduziert. Dies ermögliche eine verbesserte Traktionskontrolle beim Fahren auf feinem Sand. Der Range Rover Electric habe in dieser wichtigen Entwicklungsphase voll überzeugt.

Die Vorbereitungen und Tests gehen weiter, bevor 2025 die ersten Kundenreservierungen für das E-Auto entgegengenommen werden.

Quelle: Land Rover – Pressemitteilung vom 28.11.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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