Die deutsche Automobilindustrie hat 2025 ihre Produktion weitgehend stabil gehalten, mit 4,15 Millionen gebauten Pkw waren es gut zwei Prozent mehr als im Vorjahr – wenn auch weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die jüngste Pressemitteilung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) zeigt: Trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt Deutschland einer der weltweit bedeutendsten Standorte für Fahrzeugbau.
Besonders bemerkenswert ist demnach die Entwicklung im Bereich Elektroautos: Bereits in den ersten elf Monaten des Jahres wurden rund 1,56 Millionen E-Fahrzeuge in deutschen Werken gefertigt – deutlich mehr als im bisherigen Rekordjahr 2024. Damit festigt Deutschland seinen Platz als einer der größten Produktionsstandorte für E-Autos weltweit – genauer: Platz zwei hinter China.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller betonte: „Die deutsche Autoindustrie macht bei der E-Mobilität weiter Tempo.“ Gleichzeitig forderte sie bessere politische Rahmenbedingungen, etwa beim Ausbau der Ladeinfrastruktur, günstigerem Ladestrom und Zugang zu kritischen Rohstoffen, um den Hochlauf der E-Mobilität zu beschleunigen.
Neuzulassungen steigen stärker als Produktion
Auch auf dem heimischen Markt legten E-Autos laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamts (KBA) deutlich zu: Zuletzt stieg der Elektro-Anteil inklusive Plug-in-Hybride im Dezember 2025 auf 34,5 Prozent aller Neuzulassungen, mit einem kräftigen Plus bei Elektroautos (+63 Prozent) und Plug-in-Hybriden (+58 Prozent). Für das Gesamtjahr ergibt sich ein E-Mobilitäts-Volumen von rund 856.600 Neuzulassungen, was einem deutlichen Plus von 50 Plus gegenüber 2024 entspricht.
Allerdings weist der Verband auch auf relative Schwächen hin: Trotz dieser beeindruckenden Prozentzahlen liege das Ergebnis nur geringfügig über dem bisher stärksten Jahr für E-Autos (2022). Und insgesamt bleibt der Pkw-Markt 2025 mit 2,86 Millionen Neuzulassungen deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Krise.
Die Jahresbilanz des KBA bestätigt indes diesen starken Aufwärtstrend bei der Elektromobilität unabhängig vom VDA-Produktionstrend. Im Gesamtjahr 2025 kamen mehr als 545.000 neue batterieelektrische Pkw auf deutsche Straßen – ein Marktanteil von 19,1 Prozent und ein Plus von 43 Prozent gegenüber 2024. Der Anteil vollelektrischer Neuzulassungen im Dezember lag mit 22,2 Prozent über der 20-Prozent-Marke. Fast jedes vierte neue Auto auf deutschen Straßen ist inzwischen also vollelektrisch.
Hybride erfreuen sich höherer Beliebtheit
Neben den reinen Elektroautos wuchs auch das hybride Segment stark: Plug-in-Hybride erreichten mehr als 311.000 Zulassungen, während klassische Verbrenner deutlich Marktanteile verloren. Denn eine Vielzahl an Neufahrzeugen ist inzwischen mit einem zusätzlichen Elektroantrieb ausgestattet. Zudem sanken die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagen immerhin um fast 12 Prozent.
Die Daten von VDA und KBA zeichnen ein ambivalentes Bild: Einerseits produziert Deutschland mehr Elektroautos als je zuvor und erreicht wachsende Zulassungszahlen. Andererseits muss der längerfristige Markthochlauf noch gesichert werden, etwa durch attraktivere Rahmenbedingungen und stärkere Nachfrage im privaten Segment. Nur so kann das Potenzial der E-Mobilität künftig voll ausgeschöpft werden – und Deutschland den nächsten Schritt in Richtung einer nachhaltigen, elektrischen Verkehrswende machen.
Quelle: VDA – Pressemitteilung vom 6. Januar 2026








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