Porsche Macan als Verbrenner wird im Sommer wohl eingestellt

Porsche Macan als Verbrenner wird im Sommer wohl eingestellt
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Der Abschied vom Verbrenner-Macan bei Porsche wird konkreter. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Aussagen von Porsche-Finanzchef Jochen Breckner berichten, soll die Produktion des klassischen Macan mit Benzinmotor im Sommer enden. Damit verabschiedet sich Porsche nach rund zwölf Jahren von einem Modell, das sich seit seiner Einführung 2014 zum Bestseller der Marke entwickelt hat. Allein im vergangenen Jahr knackte der Macan die Marke von einer Million produzierten Fahrzeugen.

Ganz überraschend kommt das Ende nicht. In Europa war der Verbrenner-Macan bereits 2024 aus dem Programm genommen worden, weil das Modell neue Cybersecurity-Vorgaben der EU nicht mehr erfüllte. In anderen Märkten – allen voran den USA – blieb der Macan mit Verbrennungsmotor jedoch weiterhin ein wichtiger Umsatzbringer. Entsprechend will Porsche bis zuletzt möglichst viele Fahrzeuge bauen und vor allem in Regionen mit hoher Nachfrage ausliefern. Laut Autocar könnten einige Märkte sogar noch bis 2027 von Lagerbeständen profitieren.

E-Macan setzt Maßstäbe

Die Zukunft des Macan ist für die VW-Marke Porsche also einzig und allein elektrisch. Bereits seit 2024 wird parallel zum bisherigen Modell der Elektro-Macan in Leipzig gefertigt. Dieser basiert auf der Premium Platform Electric (PPE), die gemeinsam mit Audi entwickelt wurde und unter anderem auch beim Audi Q6 e-tron zum Einsatz kommt. Technisch markiert der Stromer für Porsche einen großen Schritt: Die Topversion Macan Turbo Electric kommt auf bis zu 470 kW beziehungsweise 639 PS und sprintet in nur 3,3 Sekunden auf 100 km/h. Gleichzeitig sollen laut Porsche je nach Version WLTP-Reichweiten von bis zu 641 Kilometern möglich sein. Dank 800-Volt-Architektur sind zudem Ladeleistungen von bis zu 270 kW vorgesehen, womit sich der Akku unter optimalen Bedingungen in rund 21 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lässt.

Allerdings zeigt sich inzwischen auch, dass Porsche den Umstieg auf die Elektromobilität wohl etwas schneller erwartet hatte als der Markt tatsächlich mitzieht. Während der Elektro-Macan zuletzt solide Verkaufszahlen erreichte, bleibt der Verbrenner in wichtigen Märkten weiterhin äußerst gefragt. Laut Autocar setzte Porsche im ersten Quartal 2026 noch mehr als 10.000 Macan mit Verbrennungsmotor ab, während der Elektro-Macan auf rund 8000 Einheiten kam.

Neuer Verbrenner in Planung

Deshalb arbeitet Porsche Berichten zufolge inzwischen bereits an einem indirekten Nachfolger mit Verbrenner- und Hybridantrieb, der voraussichtlich 2028 erscheinen soll. Das neue SUV soll auf der PPC-Plattform des Volkswagen-Konzerns basieren, die auch der aktuelle Audi Q5 nutzt. Damit vollzieht Porsche beim Macan gewissermaßen eine Kehrtwende: Ursprünglich war vorgesehen, dass die Baureihe künftig ausschließlich elektrisch angeboten wird, nun soll es offenbar zumindest ein vergleichbares Verbrennermodell geben.

Für Porsche dürfte der Übergang schwierig werden. Der Macan zählt seit Jahren zu den wichtigsten Volumenmodellen der Marke und spielte insbesondere in den USA eine zentrale Rolle. Gleichzeitig kämpft Porsche derzeit mit rückläufigen Verkaufszahlen, schwächerer Nachfrage in China sowie dem Wegfall von E-Auto-Förderungen in Nordamerika. Immer wichtiger dürfte der Elektro-Macan für die Zuffenhausener in den kommenden Jahren werden – auch wenn der Verbrenner offenbar noch längst nicht von allen Kunden abgeschrieben wurde.

Quelle: Carscoops – Porsche Is Killing The Gas Macan This Summer, Americans Still Want It More Than The EV; Autocar – Porsche to end production of ICE Macan this summer

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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