Der Elektroautohersteller Polestar kämpft weiterhin mit Liquiditätsproblemen und hat sich nun eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 400 Millionen US-Dollar (ca. 339 Millionen Euro) von Feathertop Funding Limited gesichert, bei der es sich um eine Zweckgemeinschaft der Sumitomo Mitsui Banking Corporation und der Standard Chartered Bank handelt.
Polestar selbst informierte am Montag über die Eigenkapitalfinanzierung. Der chinesisch-schwedische Autobauer erklärte außerdem, dass weder Sumitomo Mitsui noch Standard Chartered nach Abschluss der Transaktion mehr als 10 Prozent des ausstehenden Kapitals von Polestar besitzen.
Bereits im Dezember sicherte sich das Unternehmen mit einer Kapitalbeteiligung durch die spanische BBVA und die französische Natixis eine Summe von 300 Millionen US-Dollar (ca. 254 Millionen Euro). Zusätzlich sicherte die chinesische Mehrheitseigentümerin Geely Holding über einen Kreditvertrag bis zu 600 Millionen US-Dollar (ca. 508 Millionen Euro) zu.
„Nach der neuen Eigenkapitalfinanzierung und den Finanzierungsankündigungen im Dezember sowie mit der Unterstützung von Geely Holding machen wir weiterhin Fortschritte bei der Verbesserung unserer Liquiditätslage und der Stärkung unserer Bilanz“, sagte Michael Lohscheller, CEO von Polestar.
Wie viele andere junge Elektroauto-Unternehmen hat das Start-up in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen getätigt, um schnell zu wachsen. Gleichzeitig ging die Nachfrage nach Elektroautos zurück, weshalb Polestar sich in einer anhaltenden Liquiditätskrise befindet. Mehrfach musste der Autobauer Änderungen mit seinen Kreditgebern heraushandeln, um formale Vertragsverletzungen zu vermeiden.
Trotz der fortwährenden finanziellen Schieflage verzeichnete Polestar im vergangenen Jahr einen persönlichen Rekord bei den Einzelhandelsvolumina und überholte laut Lohscheller in einigen europäischen Märkten sogar die etablierten Marken.
Quelle: Reuters – EV maker Polestar secures $400 million equity funding






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