Wer wissen möchte, wie künftige Opel-Modelle aussehen könnten, sollte in diesen Tagen nach Paris blicken. Auf dem Pariser Autosalon zeigt der Rüsselsheimer Hersteller mit dem STX Concept eine Studie, die nach Angaben des Unternehmens charakteristische Merkmale kommender Serienautos vorwegnimmt. Der Name steht für Sports Tourer eXperimental Concept und verweist auf die Kombi-Linie der Marke, zuletzt vertreten durch den Astra Sports Tourer. Im Kern geht es um die nächste Stufe der Opel-Designsprache, übertragen auf einen elektrischen Kombi.
Opel-Chef Florian Huettl formuliert den Anspruch unmissverständlich: “Unser Opel STX Concept interpretiert den Kombi neu!” Die Studie gebe “einen Vorgeschmack darauf, wie aufregend und emotional der Kombi von morgen sein kann”, zugleich zeige sie “charakteristische Merkmale, die sich in künftigen Opel-Modellen wiederfinden werden”. Damit knüpft der Hersteller an eine Tradition an, die bis in die 1950er-Jahre zurückreicht. 1953 brachte Opel den Olympia Rekord Caravan auf den Markt, später folgten unter anderem der Kadett Caravan und die Sports-Tourer-Baureihen.
Besonders deutlich fällt der Wandel an der Front aus. Der Vizor, das markentypische Gesicht von Opel, ist beim STX Concept höher und präsenter gestaltet als bisher. Opel grenzt sich damit bewusst von vielen Elektroautos ab, die auf eine sehr schmale Frontpartie setzen. Vertikal geneigte Lamellen bilden den äußeren Rand der neuen Lichtsignatur, laufen zur Mitte hin sanft aus und lassen sich animieren. Im Zentrum sitzt der beleuchtete Blitz als Teil des vertikal ausgerichteten Opel Kompass, während die Bügelfalte in der Motorhaube die Front zusätzlich strukturiert.

Am Heck setzt sich diese Formensprache fort. Schmale, leuchtende Achsen formen auch hier den Kompass, in dessen Mitte der illuminierte Opel-Schriftzug sitzt. Die horizontalen Rückleuchten greifen die Lamellenoptik der Front auf. Das steil abfallende Heck soll dabei nicht nur gestalterisch wirken, sondern laut Opel zusätzlichen Raum im Ladeabteil schaffen, was gerade bei einem Kombi ins Gewicht fällt.
Wenn sich bei Tempo die Diffusoren zeigen
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten. Die niedrige Silhouette des silber-blau schimmernden Konzeptautos ist auf Langstrecken und Stabilität auf der Autobahn ausgelegt. Kurze Überhänge und breit ausgestellte Bereiche rund um die Radhäuser strecken die Linienführung. Auf den aerodynamisch optimierten Leichtmetallrädern im Drei-Zonen-Design sind Goodyear-Reifen im Format 285/35 R22 montiert.
Hinzu kommt ein aktives Aerodynamiksystem, das sich laufend an die Fahrsituation anpasst. Ab entsprechendem Tempo fahren blau eingefärbte Diffusoren unter dem Heck hervor, hinter den Rädern schieben sich vertikale Stoßfängerelemente seitlich nach hinten heraus. Ziel ist es, den Luftstrom zu lenken, den Widerstand zu senken und die Stabilität zu verbessern. Opel verspricht sich davon einen geringeren Verbrauch sowie mehr Reichweite und Spurtreue.

Gefordert ist diese Abstimmung auch mit Blick auf den Antrieb. Der STX Concept basiert auf einer Elektroarchitektur mit Allradantrieb und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h. Konkrete Angaben zu Leistung, Batteriekapazität oder Reichweite macht der Hersteller bislang nicht.
Auch die Flanken arbeiten mit Licht. An den C-Säulen ziehen sich gläserne Lichtstreifen aus dem Fensterverlauf nach hinten und setzen sich im Dach fort. Illuminierte STX-Schriftzüge zieren die nach vorn schmaler werdenden Seiten, auf Fahrer- und Beifahrerseite übernehmen geometrisch klar gezeichnete Kameras die Aufgabe der klassischen Außenspiegel.
Den Innenraum beschreibt Opel bislang nur in Grundzügen. Er soll den “Painting with Light”-Ansatz des Opel Experimental von 2023 und des Corsa GSE Vision Gran Turismo von 2025 weiterführen, ergänzt um immersive Lichtelemente und spezielle Leichtbausitze.
Quelle: Opel – Pressemitteilung








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