Opel Grandland X PHEV mit Frontantrieb fährt vom Band in Eisenach

Opel Grandland X PHEV mit Frontantrieb fährt vom Band in Eisenach
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

„Opel wird elektrisch“ mit diesem Motto eröffnete der Automobilhersteller bei der IAA 2019 in Frankfurt seine Messepräsenz. Schon zuvor konnten wir uns, im Rahmen einer statischen Präsentation, ein Bild vom Opel Corsa-e machen. Anfang 2020 hieß es dann: „Auf Tuchfühlung mit dem Opel Grandland X HYBRID4 im Schwarzwald“. Seit dem hat sich einiges getan. Mitte Juli läutet der Rüsselsheimer Automobilhersteller nun den nächsten, wichtigen Schritt seiner E-Offensive ein. Die Serienproduktion des Opel Grandland X Hybrid mit Frontantrieb ist dort gestartet.

Rund vier Monate nachdem der erste Opel Grandland X Hybrid4 mit Allradantrieb vom Band lief, folgte somit der erste reine Fronttriebler – in Topas Blau mit schwarzem Dach. Dieser jüngste Plug-in-Hybrid überzeugt mit seinem attraktiven Listenpreis von 42.345 Euro – mit Umweltbonus zahlt der Kunde lediglich 35.235 Euro. Der Grandland X Hybrid wird der Opel-Elektro-Offensive weiteren Schwung verleihen, so Opel in der entsprechenden Meldung zum Produktionsstart.

„Heute ist nicht nur ein weiterer toller Tag für das Werk in Eisenach – heute machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Elektrifizierung unseres Portfolios. Der Grandland X Hybrid wird Kunden ansprechen, welche die Vorteile eines hochmodernen elektrifizierten SUV nutzen möchten, aber nicht unbedingt Allradantrieb benötigen. Angesichts der derzeitigen Anreize für elektrifizierte Modelle in vielen europäischen Ländern sind wir fest davon überzeugt, dass sich der Grandland X Hybrid als äußerst beliebt erweisen und eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der CO2-Emissionen spielen wird.“ – Michael Lohscheller, Opel CEO

Die Hybrid-Varianten des Opel Grandland X und die Grandland X-Modelle mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren werden in Eisenach alle auf derselben flexiblen Produktionslinie hergestellt, was die Effizienz erhöht und gleichzeitig die Komplexität verringert. Zudem kann die Produktion so besser auf Kundenwünsche reagieren.

Der Hybrid kommt auf eine Systemleistung von 165 kW/224 PS sowie einem Drehmoment von bis zu 360 Newtonmeter. Dazu verbindet der Grandland X die Kraft aus einem 1,6-Liter-Turbobenziner und einem Elektromotor, der die Vorderachse antreibt. Wer auf reinen Elektrobetrieb schaltet, kann mit dem Grandland X Hybrid bis zu 57 Kilometer CO2-frei zurücklegen, nach aktuellem WLTP-Zyklus.

Opel stellt zudem die Gleichung: „Attraktiver Listenpreis + erhöhte Förderung = Hybrid-Einstieg ab 35.235 Euro“ auf. Hierzu erinnern wir uns, dass befristet bis zum 31. Dezember 2021, der Umweltbonus für Plug-in-Hybride mit einem Nettolistenpreis von unter 40.000 Euro auf 7.110 Euro (inklusive Mehrwertsteuereffekt) steigt. Im Falle des Opel Grandland X Hybrid ergibt sich daraus folgende Rechnung:

    • Die Herstellerförderung von 2.250 Euro wird vom Nettolistenpreis (36.504 Euro) abgezogen. So werden daraus 34.254 Euro.
    • Nun kommen 16 Prozent Mehrwertsteuer hinzu, womit der Preis bei 39.735 Euro liegt.
    • Nach Rechnungsstellung folgt dann die staatliche Förderung von nun 4.500 Euro.
    • Der komplette Umweltbonus reduziert die Anschaffungskosten für den Grandland X Hybrid Business Edition von 42.345 Euro also auf 35.235 Euro (inkl. MwSt.).
    • Der Kunde spart beim Neuwagenkauf also de facto 7.110 Euro.

Quelle: Opel – Pressemitteilung vom 21. Juli 2020

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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