Österreichs Post fährt dank Allrad-Van nun auch Bergregionen mit E-Autos an

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Post Österreich

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Die Österreichische Post will ihren 10.000 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark bis 2030 komplett elektrifizieren. In vielen Städten – darunter Wien (ab Ende des Jahres), Salzburg, Innsbruck und Graz – ist dies bereits der Fall. Etwas schwer tat sich der Brief- und Paketzusteller bislang noch damit, geeignete Allrad-Elektrofahrzeuge für bergiges Gelände zu finden. Doch nun gelang auch dieser Meilenstein, wie einer aktuellen Mitteilung zu entnehmen ist.

In bergigen Regionen setzt die Post Allrad-Fahrzeuge ein, da manche Bergstraßen ausschließlich mit Allradantrieb befahren werden dürfen und eine zuverlässige Zustellung auch bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen gewährleistet werden muss. Dafür nimmt die Post nun die ersten 100 Allrad-Fahrzeuge mit Elektroantrieb in Betrieb – und ist damit erstmals auch am Berg elektrisch unterwegs.

Die Post hatte die Beschaffung der Allrad-Fahrzeuge mit E-Antrieb zuvor ausgeschrieben, lediglich ein Hersteller hatte auch ein entsprechendes Modell im Portfolio und sich beworben: Der chinesische Hersteller Maxus mit dem eDeliver 7 4×4. In die Anschaffung dieser Fahrzeuge investiert die Post mehr als vier Millionen Euro.

„Der Einsatz unserer ersten Allrad-Fahrzeuge mit E-Antrieb ist ein echtes Novum. Während andere Fahrzeugflotten gerade erst in Ballungsräumen auf Elektromobilität umstellen, gehen wir bei der Post einen Schritt weiter und bringen die CO2-freie Zustellung auf der letzten Meile jetzt auch in Bergregionen“, kommentiert Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post. „Mit dem elektrischen Allrad-Antrieb stellen wir nicht nur eine ganzjährige und zuverlässige Zustellung sicher, sondern gestalten die Logistik in Österreich konsequent nachhaltig.“

Der Maxus eDeliver 7 4×4 verfügt über eine Batteriekapazität von 88 Kilowattstunden, die im täglichen Postbetrieb für eine Reichweite von rund 200 Kilometern sorge, laut WLTP-Messung stehen bis zu 332 Kilometer im Datenblatt. Verbaut sind ein 90 kW / 122 PS starker Elektromotor an der Vorderachse und ein 170 kW / 231 PS starkes E-Aggregat an der Hinterachse. Eines der vier Fahrprogramme dürfte das gefragteste sein, es trägt die Bezeichnung „Matsch und Schnee“.

Neben einem Laderaumvolumen von 6,7 m³ und einer Nutzlast von bis zu 865 Kilogramm bietet das Elektroauto diverse Annehmlichkeiten für Zusteller:innen, darunter Klimaanlage, Parksensoren, Rückfahrkamera sowie Assistenzsysteme wie Notbremsassistent, Müdigkeitserkennung und Totwinkelüberwachung. In Zustellbasen, die bereits mit der erforderlichen Ladeinfrastruktur ausgerüstet sind, ersetzen die E-Allrad-Fahrzeuge kontinuierlich alte Allrad-Fahrzeuge mit Dieselmotor.

Quelle: Österreichische Post – Pressemitteilung vom 11.08.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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