Für Besitzer:innen des Audi A2 e-tron sowie der beiden Q4 e-tron Modelle eröffnet sich eine neue Möglichkeit, ihre Ladekosten deutlich zu senken. Octopus Energy hat seinen Tarif für bidirektionales Laden auf die drei Audi Modelle ausgeweitet. Wer sein Auto zuhause an eine bidirektionale Wallbox anschließt, kann künftig nicht nur laden, sondern auch Strom zurück ins Netz speisen und dadurch von geringeren Preisen profitieren.
Möglich wird das durch Vehicle-to-Grid, kurz V2G. Dabei wird das Elektroauto zu einem flexiblen Stromspeicher: Es lädt automatisiert dann, wenn Strom aus erneuerbaren Energien besonders günstig verfügbar ist, und gibt bei hoher Netzlast Energie wieder ab. Für Fahrer:innen sinken dadurch die Kosten, gleichzeitig trägt das Verfahren dazu bei, das Stromnetz zu stabilisieren und erneuerbare Energien besser einzubinden.
Voraussetzung auf Fahrzeugseite ist ein Softwarestand von mindestens 6.3. Der Tarif steht zunächst für den neuen Audi A2 e-tron sowie für den Audi Q4 SUV e-tron und den Audi Q4 Sportback e-tron zur Verfügung, weitere Audi Modelle sind bislang nicht eingebunden.
Was der Tarif konkret kostet
Beim Laden zahlen Kund:innen pauschal 18 Cent pro Kilowattstunde unter ihrem regulären Arbeitspreis. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 33 Cent pro Kilowattstunde und einem angenommenen Verbrauch von 16 Kilowattstunden pro 100 Kilometer ergibt sich daraus ein V2G-Preis von im Schnitt 15 Cent pro Kilowattstunde, umgerechnet rund 2,40 Euro auf 100 Kilometer. Je nach lokalen Netzentgelten liegt der tatsächliche Ladepreis zwischen unter 10 Cent und etwas mehr als 20 Cent pro Kilowattstunde.
Hinzu kommt ein monatlicher Bonus von 30 Euro, sofern das Auto mindestens 300 Stunden pro Monat mit der Wallbox verbunden bleibt. In Kombination mit dem vergünstigten Ladestrom lässt sich so eine Strecke von bis zu 18.000 Kilometer im Jahr kostenlos zurücklegen, wie Octopus Energy mitteilt. Wie viele Kilometer am Ende tatsächlich ladefrei bleiben, hängt vom individuellen Fahrverhalten, dem Verbrauch des Autos und der Menge des smart geladenen Stroms ab.
Wenig Aufwand für die Fahrer:innen
Laut Octopus Energy entsteht dadurch kein zusätzlicher Aufwand, das kennt man so bereits aus deren Zusammenarbeit mit Ford. Das Auto bleibt einfach angesteckt in der Garage, wo es laut einer Erhebung des Bundesverkehrsministeriums (Mobilität in Deutschland, 2023) ohnehin im Schnitt 630 Stunden im Monat steht. Kunden geben lediglich an, wann und wie voll das Auto wieder geladen sein soll, den Rest übernimmt Octopus Energy automatisiert im Hintergrund.
Bastian Gierull, Deutschlandchef von Octopus Energy, beschreibt V2G als Technologie mit Vorteilen für beide Seiten. Fahrerinnen und Fahrer würden feststellen, dass ihr Auto „noch mehr Spaß macht, wenn es auch in der Garage für sie arbeitet und die Energiewende unterstützt“, so Gierull. Für das Unternehmen sei die Integration der Audi Modelle der nächste Schritt auf dem Weg, bidirektionales Laden möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, unabhängig davon, welches Auto sie fahren.
Quelle: Octopus Energy – Pressemitteilung








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