Der neue Audi A2 e-tron ist bei den eigenen Beschäftigten in Ingolstadt auf große Begeisterung gestoßen. Zur internen Präsentation, die parallel zur Weltpremiere in Paris stattfand, kamen zahlreiche Mitarbeiter:innen zusammen, um die Enthüllung der ersten Fahrzeuge live mitzuerleben. Die Reaktionen fielen durchweg positiv aus: Vom Preis über das Design bis zur Bedeutung für den Standort lobten die Beschäftigten das neue Elektro-Einstiegsmodell.
Besonders der Einstiegspreis von 38.200 Euro sorgte für Gesprächsstoff. Ein Mitarbeiter bezeichnete den A2 e-tron als „klasse“ und ordnete das Modell zugleich in die Geschichte der Marke ein: „Er geht wieder dorthin zurück, wo wir herkommen.“ Den Preis hielt er dabei für angemessen: „Leute geben auch 10.000 Euro für ein E-Bike aus.“ Auch eine Mitarbeiterin äußerte sich begeistert und nannte den A2 e-tron „megaschön“, verbunden mit der Freude, „endlich wieder ein kleines Auto“ von Audi zu sehen.
Neben dem Preis wurde vor allem die Optik positiv aufgenommen. Drei jugendliche Zuschauerinnen hoben die matchagrüne Lackierung hervor, die derzeit „im Trend“ liege und dem A2 e-tron ein modernes Erscheinungsbild verleihe. Für viele Beschäftigte verbindet das Modell damit Tradition mit Erneuerung, da es an frühere kompakte Audi-Modelle erinnert, ohne technisch überholt zu wirken.
Auch inhaltlich lieferte die Präsentation Argumente für die Begeisterung. Rouven Mohr, Vorstand für Technische Entwicklung, und Tobias Stapf, Experte für die Baureihe des Modularen E-Antriebsbaukastens, stellten den A2 e-tron als effizientesten Wagen der Markengeschichte vor. Der Verbrauch liege bei nur 12,8 Kilowattstunden, die Reichweite bei bis zu 646 Kilometern. „Das ist Wahnsinn für diese Art von Auto“, kommentierte Mohr die Werte, während Stapf ergänzte, dass auch Entwicklung und Produktion von der kurzen Entstehungszeit und der intelligenten Nutzung bestehender Fertigungsanlagen profitiert hätten.
Was der Standort für die Belegschaft bedeutet
Über die reine Produktbegeisterung hinaus spielte für viele Beschäftigte die Symbolik des Fertigungsstandorts eine zentrale Rolle. Ein im Vorruhestand befindlicher Audi-Mitarbeiter und sein Sohn, der ebenfalls im Unternehmen arbeitet, sahen im A2 e-tron ein wichtiges Modell für den europäischen Markt und für jüngere Zielgruppen. Entscheidend sei zudem, dass der Wagen nicht im Ausland, sondern in Ingolstadt gefertigt werde, was beide als Signal für die Standortsicherung werteten.
Auch der Betriebsrat ordnete die Begeisterung der Belegschaft in diesen Zusammenhang ein. „Der Produktionsstart des A2 e-tron in Ingolstadt ist ein starkes Signal für unseren Standort und seine Zukunft“, erklärte Jörg Schlagbauer, Vorsitzender des Audi-Gesamtbetriebsrats. Man sei als Betriebsrat besonders stolz darauf, weil man gemeinsam mit der Belegschaft seit 2019 mit Nachdruck dafür gekämpft habe, dass Audi ein Elektro-Einstiegsmodell entwickelt und dieses in Ingolstadt baut.
Der Zeitpunkt der Vorstellung fällt mit dem vom Mutterkonzern Volkswagen angekündigten Sparkurs zusammen, für den unter den Beschäftigten Verständnis herrschte. Sorge bereiteten dagegen Medienberichte, wonach sich Audi aus dem Sponsoring beim FC Bayern zurückziehen könnte. Als weltweit tätiges Unternehmen sei Audi darauf angewiesen, seine Produkte über Fußball und Motorsport in unterschiedlichen Märkten bekannt zu machen, hieß es dazu aus der Belegschaft.
Quelle: Neuburger Rundschau – A2 e-tron vorgestellt: Das sagen Mitarbeiter zum Auto und zu seiner Bedeutung in der Krise









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