Nissan nimmt neue Lkw-Ladestation in Betrieb

Nissan nimmt neue Lkw-Ladestation in Betrieb
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Maria Glaser
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Der japanische Autohersteller Nissan hat auf seinem Werksgelände im britischen Sunderland eine neue Ladestation für vollelektrische Lkw in Betrieb genommen. Diese Ladestation wird laut Pressemitteilung künftig eine Lkw-Flotte mit Energie versorgen, die unter anderem aus regenerativen Quellen stammt. Damit hat der Hersteller wieder positive Nachrichten zu verkünden, nachdem die Produktion zuletzt ins Straucheln geriet.

Mit der neuen Lkw-Ladestation, die Nissan in Großbritannien gebaut hat, will der Hersteller pro Jahr bis zu 1500 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Als Teil der EV36Zero-Initiative von Nissan wurde dieses Bauprojekt für knapp 1,6 Millionen Euro umgesetzt und ist dort nach Angaben des Herstellers das erste seiner Art. So sprach Michael Simpson, der Vizepräsident im Bereich Supply Chain Management bei Nissan AMIEO, von der Ladestation als Meilenstein für die Entwicklung der Initiative. Beteiligt haben sich verschiedene Partnerunternehmen wie Fergusons, Yusen und BCA.

Außerdem wird das Projekt staatlich finanziert. Das britische Förderprogramm Electric Freightway unterstützt nachhaltigen Transport durch den Einsatz vollelektrischer Lkw und schafft zudem gut bezahlte Arbeitsplätze. Die britische Ministerin für die Zukunft der Straßen, Lilian Greenwood, freue sich, dass auch Nissan von dem staatlichen Programm profitiert.

Im Nutzfahrzeug- und Frachtbereich hat die Elektrifizierung von Fahrzeugen großes Potenzial. „CO2-Emissionen lassen sich im Logistiksektor viel effizienter senken, wenn Partnerunternehmen zusammenarbeiten. Aus diesem Grund freuen wir uns sehr darüber, dieses Pilotprojekt mit Nissan und seinen Speditionspartnern zu unterstützen“, so Daniel Kunkel, Geschäftsführer von Gridserve. Das Unternehmen hat die Leitung des Projekts inne. Außerdem sei ein gut funktionierendes Netz von Lkw-Ladestationen für die Elektrifizierung dieser Branche von entscheidender Bedeutung, so Kunkel. Sunderland bezeichnete er als Musterbeispiel.

Sunderland als Kompetenzzentrum

Die Elektro-Lkw, die künftig in Sunderland geladen werden sollen, sind Teil der Lieferkette des Werks. Sie sollen sowohl die Materialien zwischen den beteiligten Partnerunternehmen als auch fertige Fahrzeuge aus dem Werk transportieren. Das Nissan-Werk soll im Rahmen der EV36Zero-Initiative zum Kompetenzzentrum des Herstellers für Elektroautos, erneuerbare Energien und Batterieproduktion werden. Anfang des Monats gab Nissan jedoch für das Sunderland-Werk bekannt, dass Stellen abgebaut werden müssen.

In der Pressemitteilung nannte Nissan einige Details zu der neuen Lkw-Ladestation. So könne sie künftig eine Flotte von 25 Elektro-Lkw mit einer Ladeleistung von bis zu 360 Kilowatt versorgen. Die damit zur Verfügung stehende Energie reiche somit für sechzig emissionsfreie Fahrten am Tag aus, bei denen innerhalb der Versorgungskette von Nissans Sunderland-Werk geliefert wird. Außerdem werde aktuell die Möglichkeit geprüft, die Nutzung der neuen Ladestation auf weitere Speditionen auszuweiten. „So können wir das Potenzial unserer neuen Anlage voll ausschöpfen“, so Simpson.

Quelle: Nissan – Pressemitteilung vom 17.07.2025

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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