Nissan hat die Hochleistungsversion des Leaf vorgestellt, die in Japan seit Mitte der Woche erhältlich ist. Obwohl Nismo für Nissan Motorsport steht, erhält der Leaf Nismo EV keine Leistungssteigerung. Stattdessen sollen die sportliche Optik, ein verbessertes Fahrverhalten sowie eine intelligentere Software die Kundschaft überzeugen.
Der Nismo Leaf ist auf Rennstrecken-Optik getrimmt und hat eine markantere Optik als die Standardversion, die sich in den roten Akzenten, dem Nismo-Emblem und dem verlängerten Ducktail-Spoiler zeigt. Letzterer soll nicht nur ein optisches Highlight setzen, sondern auch die Traktion und das Handling verbessern.
Identisch sind bei beiden Versionen hingegen die Motoren und Batterien, denn der Nismo Leaf hat kein Leistungsupgrade erhalten. Mit der kleineren 52-kWh-Batterie bietet das Elektroauto eine Gesamtleistung von 130 kW (177 PS), während die größere 75-kWh-Batterie eine Gesamtleistung von 160 kW (217 PS) ermöglicht.
Laut dem Hersteller sorgen eine neu kalibrierte Antriebsstrang-Software und eine direktere Gasannahme beim Nismo Leaf für eine um 20 Prozent stärkere Anfahrtsbeschleunigung. Zudem soll die Beschleunigung bei hohen Geschwindigkeiten länger anhalten, heißt es von den Ingenieuren.

Zusätzlich gibt der Hersteller an, ein verbessertes Fahrverhalten durch Michelin Pilot Sport 5-Reifen mit besserem Grip sowie durch leichte, äußerst steife 19-Zoll-Aluminiumfelgen zu erzielen. Schwenkventil-Stoßdämpfer tragen laut Nissan dazu bei, die Wankneigung des Autos zu verringern.
Nismo-Modelle sollen Absatz ankurbeln
Erhältlich ist die sportliche Variante des Leaf bislang nur in Japan und startet dort bei 6,60 Millionen Yen (ca. 35.455 Euro) und ist damit rund 950.000 Yen (ca. 5103 Euro) teurer als die Standardversion. Das Spitzenmodell der Baureihe in der Recaro-Edition verfügt über Motorsportsitze, verzichtet zugunsten der Gewichtsersparnis aber auf das Bose-Soundsystem und die elektrische Heckklappe. Erhältlich ist die Top-Version für 7,23 Millionen Yen (ca. 3880 Euro).
Bereits im Dezember hatte Nissan angekündigt, seine Nismo-Modellpalette deutlich zu erweitern und von fünf auf zehn Modelle verdoppeln zu wollen. Mit der Performance-Submarke will der japanische Hersteller für Aufsehen bei den Kunden sorgen und sein Absatzvolumen steigern. In der Regel haben die Nismo-Modelle eher eine Rennstrecken-Optik, sind aber weniger rennstreckentauglich. Nissan hat jedoch angekündigt, „Prototypen für den Rennsport“ herauszubringen, die auch in den Showrooms präsentiert werden sollen.
Quelle: Automotive News – Nissan launches Leaf Nismo EV with sportier handling, faster sprinting, software tweaks








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