Nissan hat auf dem Tokyo Auto Salon 2026 ein neues Konzeptauto präsentiert, das den Anspruch der Marke auf sportlich geprägte Kompaktmodelle neu auslotet. Mit dem Nissan Aura Nismo RS Concept zeigt der Hersteller eine technische Machbarkeitsstudie, die seriennahe Lösungen mit Motorsporttechnik verbindet und gleichzeitig offenlässt, ob daraus ein Modell für den regulären Verkauf entstehen kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ein leistungsorientierter Anspruch mit einem elektrifizierten Antriebskonzept im Alltag verbinden lässt.
Ausgangspunkt für das Konzept ist der bekannte Aura Nismo, dessen Grundform deutlich weiterentwickelt wurde. Die Karosserie ist breiter, flacher und stärker auf Abtrieb ausgelegt. Nissan spricht von einer klar funktionalen Ausrichtung, bei der jedes Bauteil einen aerodynamischen Zweck erfüllt. Gegenüber dem Serienpendant wuchsen die Kotflügel um 145 Millimeter in die Breite, während die gesamte Karosserie um zwanzig Millimeter tiefergelegt wurde. Diese Eingriffe senken den Schwerpunkt und verändern die Proportionen des Autos sichtbar.
Ergänzt wird der Auftritt durch eine Reihe gezielter Aerodynamikmaßnahmen. Ein ausgeprägter Frontspoiler, neu gestaltete Seitenschweller und ein Heckdiffusor mit roten Nismo-Akzenten prägen das Erscheinungsbild. Hinzu kommen spezielle vordere Kotflügel zur Luftführung, seitliche Splitter sowie ein eigenständig entwickelter Heckspoiler. Laut Nissan dienen diese Elemente nicht der optischen Überzeichnung, sondern sollen den Abtrieb erhöhen und gleichzeitig den Luftwiderstand senken. Die matte Lackierung in Dark Matte Nismo Stealth Grey unterstützt diesen Ansatz, da sie unabhängig vom Lichteinfall eine homogene Wirkung erzeugt.
Unter der Karosserie setzt Nissan auf eine Kombination aus bewährter Leichtbauarchitektur und einem bekannten Antriebskonzept. Zum Einsatz kommt der e-Power-Antrieb aus dem Nissan X-Trail Nismo, der elektrische Kraftübertragung mit einem Verbrenner als Generator verbindet. Die Entwickler nutzten ihre Motorsport-Erfahrung, um das Zusammenspiel von Beschleunigung, Fahrverhalten und Verzögerung weiter zu verfeinern. Ziel war es, trotz zusätzlicher Technik ein ausgewogenes Gesamtpaket zu erreichen.
Die breitere Spur verbessert laut Hersteller die Stabilität sowohl bei Geradeausfahrt als auch in Kurven. Besonders griffige Reifen tragen zur höheren Seitenführung bei, während die von Nismo abgestimmte e-4orce-Allradtechnologie die Kraftverteilung situationsabhängig regelt. Dadurch soll das Auto auch bei sportlicher Gangart berechenbar bleiben. Für die Verzögerung sorgen große Bremsanlagen mit gegenüberliegenden Kolben, vier an der Vorderachse und zwei hinten. Nissan betont, dass diese Auslegung selbst mit einer Gewichtszunahme von rund 100 Kilogramm gegenüber dem Aura Nismo eine konstante Bremsleistung ermöglicht.
Quelle: Nissan – Pressemitteilung








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