Power Up 2024: Nio plant 1000 neue Wechselstationen in China

Power Up 2024: Nio plant 1000 neue Wechselstationen in China
Copyright:

Andrei Iakhniuk / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Elektroautohersteller Nio hat im Rahmen seines Events Power Up 2024 in Wuhan seine Pläne zur erheblichen Erweiterung des eigenen landesweiten Ladenetzwerks vorgestellt. Ziel sei es, die Ladeinfrastruktur für E-Autos in China deutlich auszubauen, um deren Nutzung attraktiver zu machen. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist das Power Up Counties-Programm, das darauf abzielt, bis Ende Juni 2025 alle kreisfreien Regionen in China mit Ladeeinrichtungen abzudecken. Bis Ende Dezember 2025 plant Nio, mehr als 2300 Landkreise in 27 verschiedenen Verwaltungsregionen mit Batteriewechselstationen auszustatten.

Bereits jetzt betreibt Nio in China 2480 Batteriewechselstationen. Zusätzlich existieren 2322 Supercharging-Stationen mit insgesamt 10.577 Ladepunkten sowie 1627 Ladestationen an Hotels und Firmen mit 12.432 Ladepunkten. Der schnelle Ausbau dieser Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung, um den Kunden eine flächendeckende Versorgung mit Lade- und Wechselmöglichkeiten zu gewährleisten, wie Nio bei dem Event zu verstehen gab.

Um die angestrebten Ziele zu erreichen, plant Nio den Bau einer neuen Produktionsstätte für Batteriewechselstationen in Wuhan. Die Anlage soll eine Fläche von 20.000 Quadratmetern umfassen und eine jährliche Kapazität von mehr als 1000 Einheiten erreichen. Diese Produktionsstätte ergänzt die bereits bestehenden Anlagen in Kunshan (Provinz Jiangsu) und Hefei (Provinz Anhui) und zeigt, dass Nio nicht nur den Ausbau seiner Infrastruktur, sondern auch die Effizienz der Produktion im Blick hat.

Ferner hat Nio das Programm Power Up Partners ins Leben gerufen, das Unternehmen ansprechen soll, die gemeinsam mit Nio Lade- und Batteriewechselstationen errichten wollen. Erste Partnerschaften wurden bereits geschlossen, was das starke Interesse an einer Zusammenarbeit in diesem Bereich unterstreicht. Neben diesen Infrastrukturmaßnahmen hat Nio auch eine neue, tragbare Autoladeeinheit vorgestellt. Diese ermöglicht es, ein Auto mit einer Leistung von bis zu 40 kW von einem anderen Fahrzeug aus zu laden. Die maximale Ausgangsspannung liege bei 1000 Volt, die Umwandlungseffizienz bei 95 Prozent, so Nio. Diese Technologie könnte sich besonders in Situationen als nützlich erweisen, in denen keine Ladestation in der Nähe ist.

Weiterhin kündigte Nio an, bis Ende 2024 weitere 1000 Batteriewechselstationen in China errichten zu wollen. Obwohl der CEO und Gründer von Nio, William Li, kürzlich andeutete, dass dieses Ziel möglicherweise verschoben werden könnte, zeigt die Ankündigung das entschlossene Engagement des Unternehmens für den Ausbau seiner Infrastruktur.

Quelle: CNEVPost – Nio Power Up 2024: Infrastructure plans, new swap station plant, and more

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Bidirektionales Laden vor dem Durchbruch: „Es wird funktionieren“

Bidirektionales Laden vor dem Durchbruch: „Es wird funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

E-Autos stehen 95 Prozent ihrer Zeit – und könnten dabei Strom ins Netz liefern. Warum das in Deutschland ab Juli möglich sein soll.

SMI-Bilanz: Smart-Meter-Rollout mit strukturellen Lücken

SMI-Bilanz: Smart-Meter-Rollout mit strukturellen Lücken

Sebastian Henßler  —  

Die Smart-Meter-Initiative sieht strukturellen Nachholbedarf: Kleinteiligkeit, Fixtarife und fehlende Netzentgelte bremsen den Fortschritt.

Electra senkt Laden im Abo auf 34 Cent je kWh

Electra senkt Laden im Abo auf 34 Cent je kWh

Sebastian Henßler  —  

Beim Abo „Electra+ Smart“ sinkt der Kilowattstundenpreis auf 0,34 Euro. Ohne Abo zahlen Nutzer:innen 0,54 Euro per App oder 0,69 Euro per Kreditkarte.

Dänemark zeigt, was Deutschlands Lademarkt bevorsteht

Dänemark zeigt, was Deutschlands Lademarkt bevorsteht

Sebastian Henßler  —  

Während Deutschland um Ladepunktdichte ringt, zeigt Dänemark, wo die nächsten Engpässe liegen: Netzanschluss, Lastmanagement und Smart Meter.

Depotladen für E-Lkw: Wo es klappt und wo nicht

Depotladen für E-Lkw: Wo es klappt und wo nicht

Sebastian Henßler  —  

Depotladen für E-Lkw ist machbar, aber nicht für jeden. GP Joule Connect über individuelle Konzepte, Redundanz im Betrieb und ehrliche Kostenrechnung.

Neuer EnBW-Tarif für E-Autos ohne Smart Meter

Neuer EnBW-Tarif für E-Autos ohne Smart Meter

Sebastian Henßler  —  

EnBW führt den Stromtarif FlexBonus ein: E-Auto-Besitzer:innen ohne Smart Meter können bis zu 100 Euro im Jahr sparen, wenn sie automatisch laden.

Wärmepumpe plus E-Auto spart knapp 2000 Euro pro Jahr

Wärmepumpe plus E-Auto spart knapp 2000 Euro pro Jahr

Michael Neißendorfer  —  

Haushalte in der EU sparen mit Wärmepumpe und E-Auto jährlich mehr als 2200 Euro bei ihren Energiekosten ein – und das im Szenario vor dem Iran-Krieg.