Neuer EnBW-Tarif für E-Autos ohne Smart Meter

Neuer EnBW-Tarif für E-Autos ohne Smart Meter
Copyright:

EnBW

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

EnBW führt einen neuen Stromtarif für Haushaltskund:innen ein, der sich gezielt an E-Auto-Besitzer:innen ohne Smart Meter richtet. Der EnBW Strom FlexBonus verbindet einen festen Grundpreis mit einem jährlichen Bonus und setzt dabei auf die Verknüpfung mit dem firmeneigenen Energiemanagementsystem EnBW Mavi. Wer sein E-Auto dort einbindet und die Funktion „intelligentes Laden“ aktiviert, kann einmalig 100 Euro im Jahr gutschreiben lassen – sofern mindestens zwei Ladevorgänge pro Monat über das System gesteuert werden. Die Gutschrift erfolgt automatisch mit der ersten Jahresrechnung.

Das System verlagert Ladevorgänge selbstständig in Zeitfenster mit niedrigerer Netzlast, bezieht auf Wunsch die Einspeisung einer Photovoltaikanlage ein und berücksichtigt einen gewünschten Mindestladestand des Fahrzeugakkus. Volker Bloch, Leiter Sales, Marketing und Operations bei der EnBW, nennt als Zielgruppe Haushalte, „die ihren Stromverbrauch transparenter nachvollziehen, Kosten reduzieren und gleichzeitig ihr E-Auto automatisch und intelligent laden“ möchten. Der neue Tarif soll dabei als Einstieg dienen, bevor ein Smart Meter installiert wird.

Kombiniertes Angebot für Zuhause und unterwegs

Gleichzeitig passt die EnBW ihre Konditionen für das öffentliche Laden an. Kund:innen, die sowohl einen EnBW Strom- oder Gasvertrag als auch den Ladetarif EnBW mobility+ L nutzen, zahlen an den mehr als 8000 Schnellladepunkten des Unternehmens in Deutschland künftig 35 Cent pro Kilowattstunde. Martin Roemheld, bei der EnBW verantwortlich für das Thema E-Mobilität, ordnet diesen Preis in die Nähe der Kosten an einer heimischen Wallbox ein. Ob das im Einzelfall zutrifft, hängt vom jeweiligen Haushaltsstrompreis ab.

Hinzu kommen neue Funktionen in der App-Landschaft des Unternehmens. EnBW Mavi wird um die Anbindung weiterer E-Auto-Modelle erweitert, die Schnittstelle zur EnBW mobility+ App ausgebaut. Ladevorgänge an öffentlichen Punkten sollen künftig auch in der EnBW zuhause+ App sichtbar sein, sodass Kosten für Heim- und Unterwegs-Laden an einer Stelle zusammenlaufen.

Smart Meter als nächste Ausbaustufe

Für Kund:innen mit installiertem Smart Meter hält die EnBW dynamische und zeitvariable Tarife bereit, bei denen sich der gezahlte Strompreis stärker an Börsenschwankungen orientiert. Den intelligenten Zähler stellt das Unternehmen dabei inklusive Einbau zur Verfügung. Der FlexBonus-Tarif richtet sich hingegen an jene, die diesen Schritt noch nicht vollzogen haben, aber dennoch Ladevorgänge automatisiert steuern möchten. Wie groß die tatsächlichen Einsparungen im Alltag ausfallen, hängt von individuellen Verbrauchsprofilen und Tarifkonditionen ab.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Exklusiv: Wie Alpitronic seine Hypercharger vor Hackern schützt

Exklusiv: Wie Alpitronic seine Hypercharger vor Hackern schützt

Sebastian Henßler  —  

Alpitronic lässt seine Ladesäulen hacken – ohne Grenzen und mit KI-Unterstützung. Was dahintersteckt, zeigt ein exklusiver Besuch im Cybersecurity-Labor.

Was steckt hinter Alpitronics Testlabor? Wir waren vor Ort

Was steckt hinter Alpitronics Testlabor? Wir waren vor Ort

Sebastian Henßler  —  

Wie macht man einen Hypercharger fit für Norwegen, Arizona und die Türkei? Die Antwort liegt im Bozner R&D-Zentrum von Alpitronic.

Exklusiv: So produziert Europas größter Ladesäulenhersteller Alpitronic

Exklusiv: So produziert Europas größter Ladesäulenhersteller Alpitronic

Sebastian Henßler  —  

Europas Schnellladeinfrastruktur kommt zu einem großen Teil aus Bozen. Wir waren vor Ort und haben uns angeschaut, wie Alpitronic seine Hypercharger produziert.

Ladeinfrastruktur wächst – doch Netzbetreiber werden zum Nadelöhr

Ladeinfrastruktur wächst – doch Netzbetreiber werden zum Nadelöhr

Daniel Krenzer  —  

Deutschlands Ladeinfrastruktur hat mehr als 200.000 Ladepunkte, doch Netzanschlüsse und Bürokratie bremsen den weiteren Ausbau zunehmend aus.

Niederlande starten weltweit ersten V2G-Massentest

Niederlande starten weltweit ersten V2G-Massentest

Sebastian Henßler  —  

Kia, Hyundai und Vattenfall starten in den Niederlanden einen V2G-Pilot mit 80 Haushalten. Der Kia EV9 ist bereits offiziell als Netzspeicher zugelassen.

EnBW-Chef: Ladepreise faktisch kein Problem mehr

EnBW-Chef: Ladepreise faktisch kein Problem mehr

Sebastian Henßler  —  

Laden wie Tanken, in wenigen Minuten: EnBW-Chef Roemheld skizziert, wie sich Infrastruktur und Produkte bis 2030 grundlegend verändern werden.

Bidirektionales Laden vor dem Durchbruch: „Es wird funktionieren“

Bidirektionales Laden vor dem Durchbruch: „Es wird funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

E-Autos stehen 95 Prozent ihrer Zeit – und könnten dabei Strom ins Netz liefern. Warum das in Deutschland ab Juli möglich sein soll.