MG bringt den MGS6 EV ins europäische C-SUV-Segment

MG bringt den MGS6 EV ins europäische C-SUV-Segment
Copyright ©

MG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

MG erweitert sein europäisches Elektroauto-Angebot um ein neues Modell im hart umkämpften C-SUV-Segment. Mit dem MGS6 EV bringt der Hersteller ein rein elektrisches Auto auf den Markt, das bewusst zwischen Alltagstauglichkeit, Reichweite und technischer Ausstattung positioniert ist. Der Marktstart markiert zugleich den Einstieg von MG in weitere Volumensegmente, nachdem die Marke zuletzt vor allem mit kompakten Modellen wie dem MG4 EV Aufmerksamkeit erzielt hatte.

Technisch basiert der MGS6 EV auf einer 77-kWh-Batterie und wird in zwei Antriebsvarianten angeboten. Die Ausführung mit Hinterradantrieb leistet 180 kW und erreicht eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 530 Kilometern. Ergänzt wird das Angebot durch eine Version mit Allradantrieb und zwei Elektromotoren, die zusammen 266 kW bereitstellen. Diese Variante beschleunigt in 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h, kommt jedoch mit einer etwas geringeren Normreichweite von 485 Kilometern aus. Beide Versionen lassen sich an Schnellladesäulen von zehn auf 80 Prozent in 38 Minuten laden.

Mit dem neuen Modell nutzt MG zum dritten Mal die sogenannte Modular Scalable Platform, die bereits bei anderen Elektroautos des Herstellers eingesetzt wird. Die Architektur ist auf einen flachen Batterieboden ausgelegt und ermöglicht dadurch einen großzügigen Innenraum. Laut Hersteller bietet der MGS6 EV Platz für fünf Personen sowie einen Kofferraum mit 674 Litern Volumen, der sich bei umgeklappten Rücksitzen auf 1910 Liter erweitern lässt. Hinzu kommt ein zusätzlicher Stauraum unter der Fronthaube.

MG

Der Innenraum folgt einem klar digital geprägten Konzept, kombiniert dieses jedoch bewusst mit klassischen Bedienelementen. Zwei Bildschirme prägen das Cockpit: ein 10,25 Zoll großes Fahrerdisplay und ein zentraler 12,8-Zoll-Touchscreen für Infotainment und Fahrzeugfunktionen. Gleichzeitig setzt MG weiterhin auf physische Tasten und Drehregler für zentrale Funktionen wie Klimatisierung und Audio. Eine kabellose Smartphone-Anbindung sowie eine induktive Ladeschale mit aktiver Kühlung gehören zur Serienausstattung.

Auch beim Komfort zielt der Hersteller auf ein breites Nutzungsspektrum. Beide Varianten verfügen über beheizte und belüftete Vordersitze, ein Panorama-Glasdach sowie ein Audiosystem mit elf Lautsprechern. Unterschiedliche Farb- und Materialkonzepte sollen den Innenraum stärker differenzieren und über reine Zweckmäßigkeit hinausgehen. Ergänzend bietet MG eine App-Anbindung, über die sich unter anderem Reichweite, Reifendruck oder die Vorklimatisierung aus der Ferne steuern lassen.

MG

Umfangreiche Assistenzsysteme und hohe Sicherheitsbewertung

Sicherheitsseitig verweist MG auf eine Fünf-Sterne-Bewertung im Euro-NCAP-Test. Neben sieben Airbags sind umfangreiche Assistenzsysteme serienmäßig an Bord. Dazu zählen unter anderem ein Notbremsassistent, Spurhaltesysteme, eine Überwachung des toten Winkels sowie eine Fahreraufmerksamkeitskontrolle. Ein konfigurierbares Assistenzpaket erlaubt es, einzelne Systeme individuell zu priorisieren oder dauerhaft zu speichern.

MG

Im Fahrbetrieb setzt MG auf mehrere Fahr- und Rekuperationsmodi, darunter auch ein One-Pedal-Modus. Die Kombination aus MacPherson-Federbeinen vorn und einer Mehrlenkerachse hinten soll sowohl Komfort als auch Stabilität sicherstellen. Unterstützt wird die Effizienz durch aerodynamische Maßnahmen wie aktive Kühlluftklappen und spezielle Radabdeckungen, die laut Hersteller einen messbaren Beitrag zur Reichweite leisten.

Preislich positioniert sich der MGS6 EV im oberen Bereich seines Segments. Die Version mit Hinterradantrieb startet bei 46.990 Euro, während für den Allradantrieb 49.990 Euro aufgerufen werden. MG Belux Country Manager Matthijs Keersmaekers beschreibt das Modell als logischen nächsten Schritt der Marke. Der MGS6 EV solle, so seine Einordnung, bewährte Technik mit neuen Akzenten verbinden und damit zusätzliche Käufergruppen ansprechen, ohne den Anspruch auf breite Zugänglichkeit aufzugeben. Für den Deutschland-Start wurde bisher kein Datum kommuniziert.

Quelle: MG – Pressemitteilung per Mail

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in MG Auto

MG erzielt neuen Absatzrekord in Europa

MG erzielt neuen Absatzrekord in Europa

Michael Neißendorfer  —  

Eine starke Nachfrage gab es demnach nach den Hybrid-Modellen von MG. Insbesondere der SUV HS habe maßgeblich zur positiven Entwicklung beigetragen.

MG2 und Facelift für MG4 in Planung

MG2 und Facelift für MG4 in Planung

Maria Glaser  —  

Die Automarke MG plant nicht nur das neue Modell MG2 als Elektroauto für unter 31.000 Euro, sondern auch ein Facelift des MG4 für Großbritannien.

MG Cyberster im Test: 450 km Alltag mit dem E-Roadster

MG Cyberster im Test: 450 km Alltag mit dem E-Roadster

Sebastian Henßler  —  

MG Cyberster auf der Straße: mehr GT als Kurvenjäger, Bremse gut dosierbar, erster Biss verhalten; offen lauter, geschlossen bis 200 km/h gelassen.

Zulassungszahlen: Deutschlands Autotrends im August

Zulassungszahlen: Deutschlands Autotrends im August

Maria Glaser  —  

Die neusten Zulassungszahlen des KBA zeigen: VW, Mercedes und BMW bleiben Top 3, während Tesla weiter an Beliebtheit verliert und chinesische Marken wachsen.

MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

MG Motor will in zwei Jahren 13 neue E-Autos herausbringen

Daniel Krenzer  —  

Mit einer Produktoffensive will die SAIC-Marke vor allem auf dem Heimatmarkt mehr Kunden von seinen E-Autos überzeugen.

Vorverkauf des neuen MG4 startet in China

Vorverkauf des neuen MG4 startet in China

Daniel Krenzer  —  

Der Preisunterschied zwischen Einstiegs- und Topausstattung liegt umgerechnet bei nicht einmal 4000 Euro. Die spannendste Variante kommt jedoch erst noch.