Mercedes VLE und VLS: Der neue Van-Maßstab

Mercedes VLE und VLS: Der neue Van-Maßstab
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Mercedes-Benz

Stefan Grundhoff
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Jahrzehntelang gab es bei Vans in Europa nur eine Messgröße: den VW Transporter. Von vielen noch immer liebevoll Bulli genannt, deckte dieser in Sachen Alltagsnutzen vom Lastesel bis zum allradgetriebenen Edelvan alles ab. Doch bereits mit der vergangenen Version der V-Klasse schockte Mercedes die Hannoveraner. Der neue VLE und sein edler Bruder VLS definieren das Segment jedoch gerade auch in Richtung China völlig neu.

Auch das Vangeschäft wird längst in Asien und speziell auf dem chinesischen Markt entschieden. Hier sind die Personentransporter von Marken wie Toyota, Lexus oder Li Auto längst eine Alternative zu Luxuslimousinen wie der Mercedes S-Klasse geworden. Kein Wunder, dass lokale Nachrüstfirmen die aktuelle V-Klasse seit Jahren zu inoffiziellen Maybach-Versionen mit Luxusausstattungen und Status-Grill umfunktionieren. Mercedes selbst schaute als Zuschauer in die Röhre und verdiente an den Edelumbauten keinen Cent.

Doch diese Zeiten dürften bald vorbei sein, denn die neue Generation der V-Klasse bekommt mit der Bezeichnung VLE und VLS nicht nur einen neuen Namen, sondern hebt das gesamte Segment auf ein völlig neues Niveau. Dabei gibt es nicht allein edle Personentransporter bis zum Luxusvan auf Privatjetniveau, sondern auf gleicher Plattform eine neue Generation von Nutzfahrzeugen. Beim Antrieb hat der Kunde – egal ob privat oder gewerblich – die freie Auswahl zwischen Elektro oder Verbrenner.

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Der Mercedes VLE / VLS startet auf der neuen Plattform Van.ea zunächst als Elektroversion; somit bleibt die V-Klasse zunächst im Programm, bis der VLE im kommenden Jahr auch als Verbrenner nachgelegt wird, der auf der Van.ca-Basis rollt. Beide Modelle sollen das Fahrverhalten eines Crossovers mit Vielseitigkeit sowie Raumangebot eines Vans verbinden. Mitte des Jahres wird das Van-Doppelpack beginnend mit dem VLE auf die Märkte rollen und die neue Elektroplattform mit technischen Finessen wie 800-Volt-Technik, über 700 Kilometer Reichweite und Allradlenkung schrittweise einführen.

„Der Beginn einer neuen Ära bei Mercedes-Benz“

Das Design des V-Klasse-Nachfolgers ist nicht wiederzuerkennen. Gefällige Formen, Status-Grill und große Räder zwischen 19 und 22 Zoll – so präsentiert sich eher eine Luxuslimousine oder ein Grand Tourer. „Der neue VLE markiert den Beginn einer neuen Ära bei Mercedes-Benz. Er hebt alles, was unsere Kunden kennen und schätzen, auf ein neues Niveau“, sagt Thomas Klein, Leiter von Mercedes Vans, „die Kombination aus der Vielseitigkeit eines MPV, dem Fahrkomfort einer Limousine und einem immersiven Raumerlebnis macht ihn absolut einzigartig im Segment der Fahrzeuge mit bis zu acht Sitzplätzen.” Für entsprechenden Komfort sorgen unter anderem eine variable Luftfederung sowie eine mitlenkende Hinterachse.

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Zum Marktstart im Sommer rollt zunächst der Mercedes VLE 300 auf den Markt, der von einem 200 kW / 272 PS starken Elektromotor angetrieben wird und mit seinem 115-kWh-Batteriepaket (Nickel-Mangan-Kobalt) Reichweiten von 700 Kilometern bis zum nächsten Ladestopp schaffen soll. Darüber rangiert der allradgetriebene VLE 400 4matic, der 305 kW / 415 PS leistet. Der Normverbrauch liegt zwischen 18,6 und 21 kWh / 100 km. Zu einem späteren Zeitpunkt folgen weitere Motorvarianten – mit einem kleineren 80-kWh-Batteriepaket sowie Verbrennermotoren. Dank 800-Volt-Bordnetz kann der Familienvan – später erhältlich in zwei Radständen – mit bis zu 300 kW nachladen. Spätere Beschleunigungen: längst eingeplant. Mit einem AC-Lader sind bis zu 22 kW drin.

Das Ladevolumen der V-Klasse-Nachfolgers liegt zwischen 795 und über 4000 Litern. Wenn der Platz einmal nicht reichen sollte: VLE und VLS können bis zu 2,5 Tonnen an den Haken nehmen. Im Innenraum gibt es Platz für bis zu acht Personen, die auf Wunsch auch auf klimatisierten Loungesesseln jeden Kilometer genießen können. Bis zu drei Bildschirme zwischen 10 und 14 Zoll Diagonalen sowie ein Head-Up-Display gibt es nicht allein vorn, denn auf Knopfdruck fährt aus dem Dach optional ein riesiger 31-Zoll-Bildschirm heraus, der mit 8K-Auflösung, bis zu 22 Boxen, Splitscreen-Funktion und Kamera für Kinderunterhaltung im Fond sorgt oder Spiele und Videokonferenzen ermöglicht.

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Serienmäßig bietet das Startmodell des Mercedes VLE elektrische Schiebetüren mit herunterfahrbaren Fenstern. Die elektrische Heckklappe – unverändert mit separat zu öffnender Heckscheibe – lässt sich Mercedes jedoch extra bezahlen. Alle Fondfenster verfügen auf Wunsch über elektrische Rollos und auch das Panoramadach kann elektrisch verschattet werden.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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