Vertrieb der Zukunft: Mercedes-Benz stoppt nächsten Schritt

Vertrieb der Zukunft: Mercedes-Benz stoppt nächsten Schritt
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Mercedes-Benz | Jörg Heinermann, Vorsitzender der Geschäftsleitung / CEO Mercedes-Benz Cars Deutschland Mitglied des Aufsichtsrats

Beatrice Bohlig
Beatrice Bohlig
  —  Lesedauer 4 min

Ob online oder bei einem Vertriebspartner vor Ort – mit dem „Vertrieb der Zukunft“ möchte Mercedes-Benz den Neuwagenkauf so einfach wie möglich gestalten. Kunden können dank des neuen Vertriebsmodells ihr Auto aus dem deutschlandweiten Bestand auswählen, unabhängig vom aktuellen Standort des Fahrzeugs. Dies gilt sowohl für Privat- als auch für Flottenkunden sowie für Pkw, Vans und gewerbliche Transporter. Dabei erhalten Kunden immer das beste Angebot zum einheitlichen Preis, wobei Aktionen und Nachlässe weiterhin berücksichtigt werden.

Wie Beatrice Bohlig vom Hamburger Redaktionskontor “BeHonest” exklusiv für Elektroauto-News.net (EAN) erfahren konnte, stoppt Mercedes-Benz jedoch die geplante Einführung der neuen System- und Prozesslandschaft im Rahmen des Projekts „Vertrieb der Zukunft (VDZ)“ zunächst. Dies geht aus einem der Redaktion vorliegenden Schreiben vom 28. Februar 2025 hervor, das von Jörg Heinermann, Vorsitzender der Geschäftsleitung / CEO Mercedes-Benz Cars Deutschland, David Perdomo Hollatz, Geschäftsleitung Transporter Deutschland, und Steffen Schulze, Projektleiter „Vertrieb der Zukunft“ – Agenturmodell, unterzeichnet wurde.

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Mercedes-Benz betont jedoch gegenüber EAN, dass das Agenturmodell „Vertrieb der Zukunft“ bereits am 31. Mai 2023 in Deutschland eingeführt wurde und sich bewährt hat. „Wir sind von diesem Modell überzeugt und halten auch in Zukunft daran fest“, heißt es seitens des Unternehmens. Die Transformation des Vertriebsmodells erfolgt schrittweise, wobei verschiedene bestehende System- und Prozesslandschaften angepasst werden. „Wir berücksichtigen bei den Rollout-Vorbereitungen konsequent den Wunsch nach einer optimalen Einbindung des Retails und bereiten unsere Vertriebspartner bestmöglich auf die jeweiligen Updates vor“, so ein Sprecher von Mercedes-Benz.

Der ursprünglich für den 7. April 2025 angesetzte Termin für die nächste Implementierungsphase entfällt. Ein neuer Zeitplan wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. „Wir wollen die derzeit positive Marktdynamik nicht durch eine Systemumstellung unterbrechen“, erklärt ein Unternehmenssprecher gegenüber EAN.

Der Markt in Deutschland zeigt derzeit eine starke Nachfrage sowohl bei Pkw als auch bei Transportern. Die positive Entwicklung soll nicht durch eine umfangreiche Systemumstellung unterbrochen werden, heißt es. „Unser bestehendes System funktioniert gut und wird von unseren Partnern akzeptiert“, so im Schreiben weiter. Die nächste Optimierungsstufe erfordere jedoch umfassende Schulungen und werde zwangsläufig temporäre Auswirkungen auf den Vertriebsprozess haben. Angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten wird das Unternehmen die geplanten Änderungen daher auf einen späteren Zeitpunkt verschieben und sich vorerst auf den Vertrieb konzentrieren.

Alle bereits begonnenen Schulungsmaßnahmen werden vorerst gestoppt und neu terminiert. Ziel ist es, die Vertriebsteams nicht durch zusätzliche Nachschulungen zu belasten. Mercedes-Benz ist sich bewusst, dass diese Verzögerung Einfluss auf die Planung der Handelspartner haben kann. „Wir wissen, dass viele Partner sich bereits intensiv vorbereitet haben, und danken für ihr Engagement“, heißt es im internen Schreiben weiter. Die bisherigen Vorbereitungen erforderten bereits erheblichen Einsatz, und einige Partner befinden sich in der Endphase der Umstellungsvorbereitungen.

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Mercedes-Benz betont gegenüber EAN, dass die Verzögerung keinen Einfluss auf das Agenturmodell an sich hat. „Unabhängig davon sind wir sehr zufrieden mit dem Erfolg des Agenturmodells in Deutschland und werden alle geplanten Prozessaktualisierungen unverändert schrittweise umsetzen“, erklärt der Mercedes-Benz-Sprecher entsprechend.

Die bestehende Ergänzungsvereinbarung zum sequenziellen Go-Live für Pkw, Elektroautos und Transporter bleibt weiterhin gültig. Änderungen daran werden nur vorgenommen, wenn abweichende Regelungen getroffen werden. „Unsere Handelspartner können sich darauf verlassen, dass bestehende Vereinbarungen eingehalten werden“, versichert das Unternehmen in dem Schreiben. Mercedes-Benz bedankt sich ausdrücklich für das Engagement seiner Partner und betont die Bedeutung der gemeinsamen Zusammenarbeit in diesen herausfordernden Zeiten und betont, dass es die Handelspartner weiterhin regelmäßig über den weiteren Verlauf informieren wird.


Quelle: Redaktionskontor BeHonest – internes Schreiben Mercedes-Benz vom 28.02.2025 / Mercedes-Benz – Mail vom 28.02.2025
Der Artikel wurde zunächst am 28.02.2025 um 13:35 Uhr veröffentlicht, hat am 28.02.2025 um 18:55 Uhr ein Update nach Rücksprache mit Mercedes-Benz erhalten.

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Beatrice Bohlig

Beatrice Bohlig ist Diplom-Kauffrau und beschäftigt sich mit Themen rund um Mobilität, Innenarchitektur und Mode. Die gebürtige Schwäbin hat lange im Raum München gearbeitet und lebt jetzt in Hamburg. Als Freie Autorin ist sie spezialisiert auf redaktionelle Beiträge – vorzugsweise mit einer emotionalen Note – für Social Media.

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