MAN elektrifiziert seine Inbound-Logistik

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Michael Neißendorfer
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MAN Truck & Bus will seine Logistik durch den verstärkten Einsatz von Elektro-Lkw zum Transport der eigenen Güter und Fahrzeuge dekarbonisieren. Die Ausschreibung zum künftigen Einsatz batterieelektrischer Fahrzeuge auf den ersten knapp 40 Routen wurde nun gestartet. Die Vergaben sollen zeitnah erfolgen, um die Aufnahme des Serienbetriebs 2026 zu ermöglichen. Insgesamt fahren Lkw bis zu 165 Millionen Kilometer im Jahr im so genannten Inbound-Netzwerk von MAN, so der Nutzfahrzeughersteller.

„Wir wollen einen bedeutenden Schritt in Richtung grüner Logistik gehen. Die Ausschreibung für den Einsatz batterieelektrischer Lkw ist ein bedeutender Meilenstein für MAN auf dem Weg zur Umstellung unserer eigenen Lieferketten auf Zero-Emission-Antrieben und nachhaltiger Kosteneffizienz. Damit wollen wir unseren Kunden auch im eigenen Betrieb zeigen, welche Vorteile der Einsatz von Elektro-Lkw im Transportwesen bereits heute für die Umwelt und den eigenen Betrieb ermöglicht“, kommentiert Michael Kobriger, im Vorstand von MAN Truck & Bus zuständig für Produktion und Logistik.

Gemeinsam mit DB Schenker, einem der weltweit führenden Logistikdienstleister und Marktführer im europäischen Landverkehr, absolviert MAN derzeit bereits einen Testbetrieb mit einem vollelektrischen eTGX, der auf der Strecke Bamberg – München – Bamberg sowie Bamberg – Nürnberg – Bamberg jeweils zwei Umläufe am Tag fährt. „Wir setzen das Fahrzeug seit einigen Wochen für die MAN-Werkslogistik ein. Die ersten Erfahrungen sind positiv. Das Fahrzeug weist einen durchschnittlichen Verbrauch von 121 Kilowattstunden auf – und das im Winter. Das ist wirklich hervorragend“, so William Kratsch, Head of Direct Operations bei DB Schenker. Ende Januar hat DB Schenker zehn vollelektrische MAN eTGX in seine Flotte übernommen, die seitdem bundesweit auf verschiedenen Strecken zum Einsatz kommen.

Damit E-Lkw in der Werkslogistik schnell und direkt nahe der Abladestelle Strom tanken können, wurde die Ladeinfrastruktur im MAN-Werk München entsprechend erweitert. Gleichzeitig werden am nahegelegenen MAN-Servicezentrum in Karlsfeld insgesamt vier Ladestationen mit je 400 kW Ladeleistung gebaut, mit genug Platz, damit sie auch mit kompletten Sattel- und Hängerzügen problemlos angefahren werden können. Auch die Werkstandorte Dachau, Nürnberg und Salzgitter wurden mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. Die Ladestationen in Karlsfeld sind Teil der Kooperation mit dem Energiekonzern Eon, in deren Rahmen europaweit rund 170 Standorte mit circa 400 Ladepunkten für das öffentliche Laden von Elektro-Lkw entstehen. Eon und MAN investieren dabei in die neuen Ladestandorte, die entlang des bestehenden MAN-Servicenetzes entstehen und an denen auch Nutzfahrzeuge anderer Hersteller öffentlich laden können. Allein in Deutschland sind rund 125 Standorte geplant.

Mehr als 150 Elektro-Lkw von MAN sind bei Logistikern im Einsatz

Insgesamt sind seit Anfang 2025 nun über 150 Elektro-Lkw von MAN bei Logistikdienstleistern unter anderem aus Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden im Einsatz – darunter bekannte Namen wie DB Schenker, Duvenbeck, Dachser, Dräxlmaier und Koopman. Die Fahrzeuge sind Teil einer ersten Vorserie von 200 Fahrzeugen, die MAN bereits 2024 produziert hat – für Kunden, die schnell den Weg in die Elektromobilität einschlagen wollen.

Fast eine Million Kilometer waren die E-Lkw bislang insgesamt unterwegs. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 100 Kilowattstunden pro 100 Kilometer im realen Einsatz in unterschiedlichen Streckenprofilen mit variierenden Zuladungen zeigen sich die Fahrzeuge sehr performant. Im Vergleich zu einem Diesel-Lkw, der rund 27 Liter pro 100 Kilometer verbraucht, hätten sie bei Nutzung von 100 Prozent Grünstrom, dank ihres batterieelektrischen Antriebs im Einsatz rund 820 Tonnen CO2 eingespart.

Quelle: MAN – Pressemitteilung vom 10.04.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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