LiPLANET bündelt Know-how zur Batterieproduktion in Europa

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TU Braunschweig

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Unter Leitung der Technischen Universität Braunschweig legen acht Konsortialpartner aus Industrie und Wissenschaft den Grundstein für ein europaweit aktives Netzwerk aus Pilotlinien. Diese Pilotlinien beschäftigen sich mit der Forschung und Entwicklung rund um die Produktion moderner Lithium-basierter Batteriezellen. So soll die industrielle Serienfertigung moderner Batterietechnologien beschleunigt werden. Die Europäische Kommission fördert den Aufbau des Netzwerks LiPLANET, kurz für „Li-Ion Pilot Lines Network“ für zwei Jahre. Im Februar fand das Kickoff-Treffen in Brüssel statt.

Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Position der Europäischen Union auf dem Markt der Herstellung von Lithium-Ionen-Batteriezellen zu stärken. Dazu werden gezielt die relevanten industriellen und politischen Akteure sowie die Pilotlinienbetreiber in die Gestaltung des Netzwerks eingebunden. Innerhalb des LiPLANET-Netzwerks wird auch die Zusammenarbeit zwischen industriellen und akademischen Partnern gestärkt. So werden Wissens- und Ausrüstungslücken identifiziert, durch Schulungen und Maßnahmen die bestehende Lücke zwischen der Materialforschung und -entwicklung und der industriellen Produktion von Batteriezellen geschlossen und insgesamt eine Maßstabsvergrößerung in der Produktion vereinfacht.

Vor diesem Hintergrund werden innerhalb des Projekts verschiedene Aktivitäten durchgeführt:

  • Auflisten der europäischen Li-Ionen Batteriezell-Pilotlinien,
  • Implementierung eines europäischen Netzwerks vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Business Modells,
  • Schaffung eines rechtlichen Rahmens sowie Aufbau einer Austauschplattform für Wissen und Daten als Basis für die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Pilotlinien,
  • Entwicklung eines Standards zur Qualifikation von Pilotlinien,
  • Entwicklung einer Roadmap für die Unterstützung der Implementierung einer industriellen Serienfertigung von Batteriezellen.

„Der Zeitpunkt für unsere Aktivitäten ist gut gewählt. Die europäische Batteriezellproduktion hat gerade erst begonnen, sich im Wettbewerb mit der asiatischen Konkurrenz zu positionieren. Unsere europäische Industrie benötigt eine starke Forschung und Entwicklung, die durch das Netzwerk signifikant verbunden und gestärkt wird. Solch ein grenzübergreifendes Netzwerk für Batterie-Pilotlinien, das alle wichtigen Akteure vereint, ist weltweit einzigartig. Ich danke der Europäischen Kommission für die Finanzierung des Projekts, ohne die die erfolgreiche Implementierung des Netzwerks kaum möglich wäre.“ — Professor Arno Kwade, Institutsleiter des Instituts für Partikeltechnik an der TU Braunschweig und LiPLANET-Projektleiter

Am Standort Braunschweig ist die Battery LabFactory Braunschweig (BLB) mit enger Verbindung zum Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) angesiedelt. An der BLB beteiligt sind acht Institute der TU Braunschweig (Institut für Partikeltechnik, Institut für Füge- und Schweißtechnik, Institut für Energie- und Systemverfahrenstechnik, Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen, Institut für Konstruktionstechnik, Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie, Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion und das Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik) sowie jeweils ein Institut der Leibniz Univesität Hannover, der TU Clausthal und der PTB.

Quelle: TU Braunschweig — Pressemitteilung vom 05.03.2020

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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