Keba stärkt mit Enercharge-Übernahme Position am Markt für Ladelösungen

Keba stärkt mit Enercharge-Übernahme Position am Markt für Ladelösungen
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Keba

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Keba, einer der führenden europäischen Anbieter für Ladelösungen und Wallboxen aus Österreich, hat die Übernahme von Enercharge bekanntgegeben. Mit dieser strategischen Akquisition erweitern die Linzer ihr Portfolio um DC-Ladelösungen für den (halb-) öffentlichen Bereich und können damit als Vollsortimenter ihre Position im Markt stärken. wie Keba in einer aktuellen Mitteilung erklärt.

Der 2018 gegründete österreichische Ladeinfrastrukturhersteller Enercharge hatte nach starkem Wachstum 2023 Anfang Juli 2024 überraschend Insolvenz angemeldet. Ausschlaggebend dafür waren laut Pressemitteilung nicht schnell genug zu fixierende Bestellungen zu Jahresbeginn, was dazu geführt habe, dass sich die Kostenstruktur nicht nachhaltig decken ließ.

Enercharge beschäftigt rund 60 Personen an den Standorten Kötschach-Mauthen in Kärnten und Oberlienz in Osttirol. Der Schwerpunkt liegt auf DC-Gleichstrom-Ladestationen zwischen 40 und 480 kW Leistung. Anwendung finden diese sowohl bei E-Autos als auch im stark wachsenden Segment der Schnellladeinfrastruktur für Elektro-Lkw. Aktuelle Absatzmärkte sind vor allem Europa und der Mittlere Osten.

Durch die Integration der Produkte und Lösungen von Enercharge wird Keba zum Vollsortimenter im Markt der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Das gemeinsame Portfolio, das nun unter der Marke Keba zusammengeführt werde, umfasse zukünftig Ladelösungen aus dem AC- (Wechselstrom) und aus dem DC- (Gleichstrom) Bereich. Keba hat als Spezialist für Wallboxen seit seinem Einstieg in die Elektromobilität laut eigener Aussage mehr als 500.000 Ladestationen abgesetzt, die zumeist dort zum Einsatz kommen, wo ein Elektroauto längere Zeit (zu Hause, Tiefgaragen, am Arbeitsplatz) parkt. Dazu kommen nun die DC Schnelllader für möglichst kurze Ladestopps, etwa für längere Strecken auf Autobahnen.

„Eine perfekte Weichenstellung für den Wachstumskurs der Keba“

Besonders hervor hebt Keba in seiner Mitteilung, dass Enercharge bereits in den vergangenen Jahren auf Keba Ladelösungen gesetzt und diese ins eigene Portfolio vollumfänglich integriert hatte. Organisatorisch werde die Enercharge GmbH als neu gegründete Gesellschaft Keba eMobility DC GmbH ein Tochterunternehmen der Keba Energy Automation GmbH, vorbehaltlich kartell- und wettbewerbsrechtlicher Zustimmungen. Über den Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Als Keba stehen wir voll und ganz hinter der Wende hin zu emissionsfreier Mobilität. Mit dieser Akquisition vervollständigen wir nicht nur unser Keba eMobility Portfolio, sondern gewinnen auch rund 60 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Unternehmensgruppe, mit denen wir gemeinsam nachhaltige Technologie in Österreich entwickeln, produzieren und in die ganze Welt exportieren“, erklärt Christoph Knogler, CEO der Keba Group AG.

Offen gesagt hätten wir uns keinen besseren Käufer vorstellen können“, sagt Jens Winkler, bisheriger Geschäftsführer der Enercharge GmbH. „Seit 5 Jahren integrieren wir Keba Wallboxen in unsere Lösungen und schätzen sowohl Technologie als auch Qualität. Mit der Unterstützung aus Linz, werden wir unsere Schnellladetechnologie unter der Marke Keba nun noch schneller in die internationalen Märkte bringen und technologisch konsequent weiterentwickeln.“

In einem intensiven und sehr professionellen Prozess haben wir festgestellt, dass wir mit dieser Akquisition eine perfekte Weichenstellung für den Wachstumskurs der Keba legen. Ich freue mich sehr, mit Enercharge ein aufstrebendes Technologieunternehmen in der Keba begrüßen zu dürfen und zukünftig gemeinsam am Markt erfolgreich zu sein“, so Andreas Schoberleitner, CFO der Keba Group AG, zur aktuellen Akquisition und den Chancen, die sich daraus ergeben.

Quelle: Keba – Pressemitteilung vom 26.09.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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