Viele Jeep-Fans können es gar nicht mehr abwarten, ehe der vollelektrische Jeep Recon in diesem Jahr auf den Markt kommt. Er soll rund 65.000 US-Dollar (ca. 55.000 Euro) kosten und den Offroad-Jüngern Lust machen auf eine Elektroversion. Dabei ist der Recon ist kein Jeep Wagoneer S im Offroad-Kostüm, sondern ein Stromer, der klassische Jeep-Wrangler-Traditionen pflegt.
Geländegängigkeit ist gesetzt, Stromer hin oder her. Deswegen wird es auch vom Recon eine Moab-Version geben, die zusätzlich zu den Fahrprogrammen Auto, Sport und Snow / Sand auch einen Rock-Modus erhält. Diese Einstellung verfeinert die Gaspedalabstimmung fürs Klettern, indem sie das spontane E-Drehmoment besser dosierbar macht. So kann man den Wagen per Hill Hold sowie Selec-Speed Control auf schwierigem Terrain besser kontrollieren. Hinten setzt Jeep auf ein elektronisch sperrbares Differenzial, das die Kraft bei Bedarf an beide Hinterräder legt. An der Vorderachse kann der Recon an jedem Rad Teile des Antriebsstrangs automatisch entkoppeln, wenn auf der Straße Heckantrieb effizienter ist. Um so den Energieverbrauch und die Reichweite zu optimieren.
Jeep Recon Overwatch: Offroad-Konzept mit maximaler Power
Das dürfte vielen Jeep-Jüngern nicht extrem genug sein. Sie wollen mehr. Vor allem optisch. Wie das aussieht, zeigt die Studie Recon Overwatch: Die Karosserie liegt zwei Zoll höher als bei der Serienversion, mit 34-Zoll-BFGoodrich-Reifen auf 18-Zoll-Beadlock-Felgen, breiteren Kotflügeln, ohne Türen, hinteren Seitenscheiben und Heckverglasung. Der Konzept-Stromer ist also kein eigenes Serienmodell, sondern eher ein Ausblick darauf, was Jeep mit Zubehör, Jeep Performance Parts und möglicher künftiger Offroad-Zuspitzung aus dem Recon machen kann und vermutlich auch wird.
Die Technik kommt vom Serien-Recon. Das bedeutet: Stellantis STLA-Large-Plattform, Allradantrieb mit zwei Elektromotoren, 478 kW / 650 PS sowie 840 Newtonmeter Drehmoment. Das schlägt die elektrische G-Klasse und katapultiert den Recon in rund 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Strom kommt aus einem Akku mit einer Kapazität von 100 Kilowattstunden. Die Reichweite liegt laut Jeep bei maximal 402 Kilometern, deutlich weniger als der Rivian R1S mit bis zu 660 Kilometern, aber etwas mehr als die elektrische G-Klasse mit etwa 385 Kilometern. Die Ladeleistung ist mit 28 Minuten von 5 auf 80 Prozent nicht überragend.
Bei der ersten Sitzprobe haben wir uns wie in einem „echten“ Jeep gefühlt. Der Recon tappt nämlich nicht in die sterile China-EV-Falle. Das Cockpit ist bewusst horizontal, robust und ungekünstelt gestaltet. Zum Jeep-Interieur gehören ein Haltegriff vor dem Beifahrer, die klare Symmetrie der Armaturentafel und die hoch aufgebaute Mittelkonsole. Wir gehen von 12,3 Zoll für das Kombiinstrument und 14,5 Zoll für den Zentralbildschirm aus.








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